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Pilotversuch mit Starship Technologies

Paketroboter erobern Hamburg

Foto: Hermes

Nach London, Washington und Tallinn nehmen die kleinen Paketroboter von Starship nun Hamburg unter die Räder. In einem Pilotversuch zusammen mit dem Paktdienstleister Hermes müssen sich die Roboter ab Ende August beweisen. 

04.08.2016 Markus Bauer

Bis zu drei Roboter will Hermes eigenen Angaben zu Folge bis Ende 2016 in den Hamburger Ortsteilen Ottensen, Volksdorf und Grindel einsetzen. "Dieser Pilotversuch ist ein wichtiger Baustein für Hamburg auf dem Weg zu einer Modellregion für eine emissionsarme innerstädtische Belieferung", sagt Andreas Rieckhof, Staatsrat der Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. Während der viermonatigen Testphase pendeln die Roboter laut Hermes zwischen teilnehmenden Paketshops und ausgewählten Testkunden. 

Roboter sollen keine Zusteller ersetzen

Die Roboter sollen aber keine konventionellen Zustelltouren oder Zusteller ersetzen, so Hermes. Vielmehr kommen die Geräte bei regulären Sendungen zum Einsatz, bei denen der Kunde den "WunschPaketShop-Servie" nutze, sich sein Pakat also nicht nach Hause, sondern zu einem bestimmten Hermes-Shop liefern lasse. Normalerweise wartet das Päckchen dort zehn Tage lang auf Abholung. Ab Ende August ändert sich das. Statt es selbst abzuholen, beauftragt der Kunde demnach per Smartphone einen Roboter, der ihm die Sendung dann direkt nach Hause bringt. Laut Hermes hält er dann innerhalb von 30 Minuten das Päckchen in der Hand. Wann das Paket auf die letzte Meile geht, bestimmt der Kunde. Ist er Roboter am Ziel, schickt er dem Empfänger eine SMS. Dieser könne das Transportfach nur über einen individuellen, verschlüsselten Öffnungslink entriegeln. Registriert der Roboter Gewalteinwirkung, gibt er Alarm und verständigt die Zentrale. Außerdem ist das kleine Starship konstant per GPS zu orten. 

Menschliche Begleiter in der Testphase

Während der Testphase in Hamburg bekommt der Roboter zusätzlich zum zentralen Operator noch einen menschlichen Begleiter ans Rad. Diese Person begleitet den Roboter und steht Kunden für Fragen zur Verfügung. Wichtig sei die Begleitung auch während der sogenannten Mapping-Phase, also solange sich der Roboter an seine neue Umgebung gewöhnt. Erst nach dieser Erkundungsphase sei dann ein autonomer Betrieb möglich. Der Begleiter kann allerdings leicht Schritt halten. Laut Hermes ist die Raddrohne maximal mit Schrittgeschwindigkeit unterwegs und verkehrt ausnahmslos auf Fußwegen. Zudem erkenne das Gerät Ampeln und Zebrastreifen über Kameras und Sensoren, ebenso wie plötzlich auftauchende Hindernisse. In so einem Fall stoppt der Roboter sofort. Bisher waren die Sensoren so gut eingespielt, dass es laut Hermes in den anderen Einsatzstädten zu keinerlei Zwischenfällen gekommen sei. "Wir stellen mit dem jetzigen Pilottest natürlich noch kein fertiges Produkt auf die Beine", sagt Frank Rausch, CEO bei Hermes Germany. "Vielmehr dient der nun beginnende Testlauf dazu, wichtige Daten und Erkenntnisse zu sammeln. Schließlich ist das ein deutschlandweit einmaliges Projekt."

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