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Online-Handel wächst mit Corona rasant

Ältere bestellen immer öfter im Netz

Einkauf, Online. E-Commerce Foto: Fotolia/lassedesignen

Mehr als die Hälfte der Internetkäufe ging 2020 auf das Konto der über 50-Jährigen. Jüngere Verbraucher hielten sich zurück.

Fast jeder dritte Onlinekäufer in Deutschland war 2020 älter als 60 Jahre. Deutlich mehr als die Hälfte der Internetbestellungen ging mit 55,6 Prozent auf das Konto der über 50-Jährigen. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 8,2 beziehungsweise von 6,5 Prozent, ergab eine Verbraucherstudie im Auftrag des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH).

Jüngere Verbraucher trotz Corona zurückhaltender

Während die Coronapandemie bei der älteren Generation den Trend zum Einkauf im Netz offenbar beschleunigt, hielten sich die Jüngeren zurück: In der Altersgruppe von 14 bis 29 Jahren wurde ein Minus von acht Prozent bei Internetbestellungen verzeichnet, bei den 30- bis 39-Jährigen lag es bei zwei Prozent, die 40- bis 49-Jährigen orderten 4,7 Prozent weniger. Insgesamt wurde den Angaben zufolge mehr als jeder achte Euro der Ausgaben deutscher Haushalte im Internet getätigt, der Umsatz der Branche stieg im Vergleich zu 2019 um 14,6 Prozent auf 83,3 Milliarden Euro.

Waren des täglichen Bedarfs mit größtem Plus

Fast drei von vier Onlinekäufern gaben an, künftig mehr oder genauso viel im Internet bestellen zu wollen. Prozentual legten 2020 die Waren des täglichen Bedarfs mit einem Plus von 40,9 Prozent auf insgesamt 6,9 Milliarden Euro am stärksten zu, „obwohl während der gesamten Corona-Krise Lebensmittelhandel, Drogerien und Apotheken nie geschlossen hatten“, betont der BEVH. Apotheken steigerten ihren E-Commerce-Umsatz um 33,8 Prozent auf 911 Millioen Euro, der Gesamtumsatz mit Medikamenten im Internet erhöhte sich sogar um 53,9 Prozent auf 1,21 Milliarden Euro.

Weiteres Wachstum im Onlinehandel prognostiziert

Der Branchenverband geht davon aus, einen großen Teil der Corona-bedingten zusätzlichen Nachfrage halten zu können, auch wenn Geschäfte wieder öffnen. Dämpfend könnten die wirtschaftlichen Nachwirkungen der Corona-Pandemie ausfallen. „Im Zusammenspiel der Faktoren gehen wir von einem Umsatz-Wachstum bei Waren im E-Commerce von 12,5 Prozent für das Jahr 2021 aus“, sagte BEHV-Präsident Gero Furchheim. Online verkaufte Waren und Dienstleistungen zusammen würden die Umsatzgrenze von 100 Milliarden Euro brutto in diesem Jahr „sicher überspringen“.

Über 40.000 Personen befragt

Sein Verband hat zum achten Mal in Folge mit dem Partner Beyondata die Verbraucherbefragung „Interaktiver Handel in Deutschland“ durchgeführt. Von Januar bis Dezember 2020 wurden 40.000 Privatpersonen im Alter ab 14 Jahren zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel und zu ihrem Konsum von digitalen Dienstleistungen befragt. Der BEVH ist die Branchenvereinigung
der Online- und Versandhändler. Neben den Versendern sind auch Dienstleister vertreten.

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