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München investiert in Sicherheit

Test mit 100 Trixi-Spiegeln

Foto: Kreisverwaltungsreferat, Landeshauptstadt München

100 Trixi-Spiegel, eine neue Software und Abbiegeassistenten in städtischen Fahrzeugen sollen künftig Rechtsabbiegeunfälle verhindern.

Ab sofort startet eine einjährige Testphase von Trixi-Spiegeln in der Stadt München. Die beiden ersten der geplanten rund 100 zusätzlichen Spiegel wurden jetzt an Ampeln an zwei Kreuzungen angebracht. Diese zusätzliche Hilfe soll Lkw-Fahrern erleichtern, den Toten Winkel beim Anfahren und Abbiegen besser einsehbar zu machen. Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle sagt: „Jeder Mensch, der auf Münchens Straße zu Schaden kommt, ist ein Mensch zu viel.“ Tägliche Aufgabe der Stadtverwaltung sei es, Gefahrenstellen zu beseitigen.

Trixi-Spiegel kann Toten Winkel eliminieren Unterstützung für Lkw-Fahrer beim Rechtsabbiegen

Dazu sei das Anbringen von Trixi-Spiegeln an ausgewählten Kreuzungen ein Beitrag. Beschlossen hatte dies der Stadtrat bereits im Juni.

Liste von Standorten

Eine Liste von Standorten hat das Kreisverwaltungsreferat gemeinsam mit Polizei, Baureferat, Bezirksausschüssen und dem Unfallforscher Dr. Wolfram Hell vom Institut für Rechtsmedizin erarbeitet. Schritt für Schritt sollen nun weitere Standorte mit den runden Zusatzspiegeln ausgestattet werden. Nach einem Jahr sollen erhobene Erfahrungen von Verkehrsteilnehmern, Polizei und Baureferat gutachterlich ausgewertet werden. Anfang 2021 sollen die Ergebnisse und daraus resultierende Empfehlungen dem Stadtrat vorgelegt.

Im Zuge des neuen Verkehrssicherheitskonzepts bereitet das Münchener Kreisverwaltungsreferat derzeit den Kauf einer Software vor, die vorab berechnen könne, wo etwas passieren könne und wo Gefahrenschwerpunkte sein könnten. In Stockholm arbeite die Stadt bereits mit einer solchen Software.

Auch die Maßnahmen anderer Städte – wie das Rechtsabbiegeverbot in Wien – verfolge die Stadt München mit Interesse, wie Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle weiter sagt. „Das ist allerdings nur aufgrund einer Novelle der österreichischen Straßenverkehrsordnung möglich“. Ziel sei es, Gefahrenstellen frühzeitig zu erkennen und zu entschärfen, bevor etwas passiere.

Abbiegeassistenten

In 90 Prozent der rund 800 stadteigenen Lkw sind bereits Abbiegeassistenten oder Kamerasysteme verbaut. Lediglich Altfahrzeuge – die in naher Zukunft zu ersetzen sind – oder Einsatzfahrzeuge der Branddirektion – die mit Beifahrer unterwegs sind – sind noch nicht mit Assistenzsystemen ausgestattet.

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