Mercedes-Benz Future Truck

Daimler blickt ins Jahr 2025

Foto: Daimler AG - Global Communications Commercial Vehicles 21 Bilder

Weniger Emissionen und mehr Sicherheit. Die Marschrichtung ist klar umrissen. Wie genau ein Fahrzeug von Morgen aussehen könnte, das genau diese Wünsche bedient, zeigt Daimler auf der IAA Nutzfahrzeuge.

Nach außen hin gibt sich der Mercedes-Benz Future Truck 2025, so der vollständige Name der Studie, deutlich weicher gezeichnet als der aktuelle Actros. Laut Daimler verfolge die Studie damit die hauseigene Philosophie der "sinnlichen Klarheit" und trage "naturnahe, sanft gewölbte Flächen". Neben moderner Lichttechnik greift Daimler mit der Studie auch eventuellen Gesetzesänderungen bezüglich der maximalen Zuglänge vorweg. Eine verlängerte Frontpartie lässt die Linien besser fließen. Die Formgebung soll überdies auch eine helle silberne Lackierung noch unterstreichen.

Moderne Technik ersetzt alte Prinzipien

Statt Außenspiegeln vertraut die Studie auf Kameras und Radarsensoren. Auch dies ein Vorgriff auf kommende Regularien. Zudem will Daimler den Future Truck im Stand bei abgeschaltetem Motor geschlossen und "wie ein Monolith" aussehen lassen. Startet man den Motor, leuchten LED auf und verwandeln so vermeintliche Lackflächen in Scheinwerfer und Blinker.

Wie ein Prototyp des Future Truck bereits einige Wochen vor der IAA gezeigt hat, beherrscht der Lkw der Zukunft neben Blind Spot Assist und vielen weiteren Systemen auch das autonome Fahren. Diesen Fahrmodus signalisiert der Future Truck laut Daimler auch mit den Scheinwerfern. Steuert der Mensch, leuchten diese weiß. Ist die Elektronik am Ruder, pulst die Fahrzeugfront abwechseln in weiß und blau.

Modernes Wohnen à la Daimler

Im Innenraum zieht sich die neue Designsprache von Daimler fort. Bereits den aktuellen Actros haben die Schwaben etwas wohnlicher gestaltet. Umso mehr soll dies für den autonom fahrenden Future Truck gelten. Mercedes nennt das Interieur puristisch. Tatsächlich wartet es mit Qualitäten einer modernen Designerwohnung auf. Oder ein modernes Büro, wie Daimler es ausdrückt. Dazu kommt Holz in bodenständiger Vintage-Optik.

Im Cockpit umrahmt Klavierlack die zahlreichen Displays, die herkömmliche Instrumente und Rückspiegel ersetzen. Schalter werden zu Touchpads und auch Lüftungsdüsen scheinen ausgedient zu haben. Sie will Daimler mit indirekter Klimatisierung ablösen. Ebenso indirekt fällt auch die Arbeitsbeleuchtung für den Fahrer aus, wenn er im Autonom-Modus seinen Sitz in den Raum hineingedreht hat. Und wer auf langen Touren, ob autonom oder nicht, seine Liebsten bei sich haben möchte, braucht sich nur zur Rückwand umzudrehen und die eingespeisten Fotos auf den digitalen Bilderrahmen betrachten – allerdings nicht, wenn er zwischendurch einmal doch selbst das Lenkrad dreht.

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