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Memo weitet Lastenrad-Zustellung aus

E-Cargobikes auch in Frankfurt und Stuttgart

Velogista, Berlin Foto: Memo/Velogista/Oliver Lang

Der Öko-Versandhändler Memo beliefert seine Kunden nach Berlin ab sofort auch in Frankfurt am Main und in Stuttgart mit dem Lastenrad.

23.07.2018 Franziska Nieß

In Frankfurt arbeitet Memo nach eigenen Angaben mit dem Lastenrad-Lieferdienst „Sachen auf Rädern“ zusammen, in Stuttgart mit Velocarrier. Die Anlieferung der Pakete in die Städte erfolge per Paketdienst an die Microhubs der Radlogistiker. Diese stellen die Güter dann per Lastenrad zu. Das Konzept hat sich für Memo schon in Berlin bewährt: Seit November 2016 arbeitet der Versandhändler dort innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings mit dem Berliner Radlogistiker Velogista zusammen.

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Memo reagiere damit auf die hohen CO2-Emissionen, die Luftschadstoffe und die Lärmbelastung in den Städten. Denn durch das Laden der Räder mit 100 Prozent Ökostrom fahren diese komplett emissionsfrei. Abgase reduzieren sich demnach komplett, Lärm drastisch. Da die Lastenrad-Fahrer die Busspur und Fahrradwege nutzen dürfen oder auch Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung befahren, erfolge die Zustellung oft schneller als mit herkömmlichen Paketfahrzeugen. Die Erstzustellungsquote liegt laut Memo aufgrund der direkten Abstimmung mit den Kunden bezüglich eines konkreten Zustelltermins bei rund 96 Prozent – bei herkömmlichen Paketdiensten seien es rund 86 Prozent.

„Wir sehen in der Belieferung mit Elektro-Lastenrädern eine praktikable Lösung, um Menschen, Umwelt und Klima zu entlasten“, erklärt Frank Schmähling, Logistik-Vorstand bei Memo. Im vergangenen Jahr lieferte Memo in Berlin 10.500 Pakete per Lastenrad aus. „Langfristig streben wir diese Zahl auch in anderen Großstädten und Ballungsgebieten an“, sagt Schmähling. Momentan suche das Unternehmen einen Partner für die Zustellung auf der letzten Meile in Hamburg.

Einen Nachteil habe die Radlogistik allerdings: Sie sei etwas teurer als die konventionelle Auslieferung. „Im Sinne unserer Verantwortung nehmen wir die höheren Kosten jedoch in Kauf und geben diese bisher nicht an unsere Kunden weiter.“

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