Lang-Lkw im Norden Europas

Güterverkehr der Zukunft?

Lang-Lkw Foto: Felix Jacoby 23 Bilder

Der Straßengüterverkehr der Zukunft verlangt nach klugen Lösungen. Die nordischen Länder zeigen unbeschwert von Denk-Tabus, dass größere Einheiten durchaus sinnhaft sein können.

Starr halten die meisten europäischen Verkehrspolitiker an den klassischen Lkw-Maßen und Gesamtgewichten fest. Nur die pragmatischen Niederländer demonstrieren mit ihren LZV (lange und schwere Fahrzeuge), dass solche Technik selbst in einem dicht besiedelten Land mit hohem Umweltbewusstsein ihre Daseinsberechtigung hat. Die wenigen Eurokombis (Lastzüge bis 25,25 Meter Länge) auf deutschen Straßen dagegen sind wegen der restriktiven Gewichtslimits von maximal 44 Tonnen nur für wenige leichte Produkte wie Autoteile oder voluminöse Waren geeignet. Das dürfte sich auch nicht so schnell ändern, solange beispielsweise der Automobilklub ADAC gegen die "Monstertrucks" Stellung bezieht; und der Verkehrsklub VCD verlauten lässt, dass längere Lastzüge den Autofahrern gar Albträume verschafften. Auch das Argument, dass größere Lkw der Bahn weitere Wettbewerbsnachteile verschaffen könnten, steht hierzulande oft im Raum.

Jedes Land hat seine Spezialitäten

Obwohl die Menschen im Norden Europas drängenden Fragen in Sachen Umweltverträglichkeit gegenüber aufgeschlossen sind, leisten sich dort hingegen alle vier Länder wesentlich tragfähigere Lösungen, wenn es um den Straßengüterverkehr geht. Den klassischen 40-Tonner sahen Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen unter ökologischen wie ökonomischen Gesichtspunkten nie als befriedigende Antwort auf die Fragen der Gegenwart. Dazu kommt erschwerend, dass sich kaum noch junge Menschen für den Beruf des Kraftfahrers motivieren lassen. Auch unsere nordischen Nachbarn leiden diesbezüglich unter einem enormen Mangel. Zurück in die Vergangenheit: 1970 erlaubte sowohl Schweden als auch Finnland erstmals 24 Meter lange Lastzüge mit 60 Tonnen Gesamtzuggewicht. Als dann Anfang der 90er-Jahre die Länge von Standardaufliegern auf 13,6 Meter wuchs, konnte man diese nicht mehr hinter einen Dreiachs-Motorwagen mit Dollyachse kuppeln. Deswegen wurde das 24-Meter-Maß Mitte der 90er auf die heutzutage im Norden weitverbreiteten 25,25 Meter erweitert.

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