Harter Brexit geplant

UK will keine längere Frist

Foto: Björn Braun 200% - stock.adobe.com

Durch die Corona-Krise stocken derzeit die Brexit-Verhandlungen. Aber Großbritannien will ohnehin keine Fristverlängerung.

Großbritannien zeigt sich weiterhin entschlossen, die EU auch ohne Abkommen zu verlassen. „Wir werden nicht um eine Verlängerung der Übergangsfrist bitten, und wenn die EU bittet, werden wir Nein sagen“, betonte ein Regierungssprecher. Eine Ausdehnung der Frist verlängere nur die Verhandlungen, die Unsicherheit der Unternehmen und verzögere Kontrollen an den eigenen Grenzen, führte er aus. Großbritannien bleibe zudem an die EU-Gesetzgebung gebunden zu einem Zeitpunkt, „wo wir gesetzgeberische und wirtschaftliche Flexibilität brauchen, um die Reaktion Großbritanniens auf die Coronavirus-Pandemie zu steuern“.

Eingeschränkte Verhandlungen

Bei einer Videokonferenz von EU- und britischen Unterhändlern hatte David Frost für Großbritannien betont, seine Regierung sei entschlossen, noch vor Ende 2020 ein neues Handelsabkommen mit der EU zu vollenden. Die Verhandlungen waren zuletzt durch die Corona-Krise stark eingeschränkt. Weitere Telefonkonferenzen sind jetzt vorgesehen, bevor im Juni die EU-Staats- und Regierungschefs beraten. Dann will auch die britische Seite entscheiden, ob sie zu „No Deal“-Bedingungen austritt. Der Internationale Währungsfonds hatte kürzlich prognostiziert, dass die britische Wirtschaft in diesem Jahr um 6,5 Prozent schrumpfen wird.

Lesen Sie auch Alle News zu Corona im Ticker News-Ticker zu Corona Auswirkungen auf Logistik
Unsere Experten
Jan Bergrath Jan Bergrath Journalist
Harry Binhammer, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Harry Binhammer Fachanwalt für Arbeitsrecht
Beliebte Artikel ADAC TruckService ADAC TruckService Profi-Tipp Achtung, Bauernglätte! Johannes Roller Brandbekämpfung Magirus setzt auf Turbinenlöschfahrzeuge