Feuerwehr, THW und Rettung

Die Highlights der Rettmobil

Foto: Thomas Küppers 32 Bilder

Seit Mittwoch trifft sich auf der Rettmobil in Fulda wieder die Blaulichtgemeinde. 545 Aussteller präsentieren ihre Mobilitätslösungen für Rettungsdienst, Krankentransport, Feuerwehr und Katastrophenschutz.

Zwanzig gut gefüllte Messehallen, ein großes Freigelände samt Geländeparcours, Vorträge und Schauübungen locken die Besucher auch in diesem Jahr trotz Kälte in Scharen auf die Rettmobil. Gut die Hälfte des überwiegend jungen Publikums trägt ein Rückenschild von Feuerwehr, DRK, ASB, Maltesern, Johannitern oder THW, was die Bedeutung dieser Messe für die Blaulichtorganisationen unterstreicht.

Ganze Bandbreite an Herstellern

Auch in ihrer 19. Auflage haben sich die Veranstalter das Ziel gesetzt, die modernsten Mobilitätslösungen für die Behörden- und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) zu präsentieren. Und fast alle namhaften Hersteller, ausgenommen Rosenbauer, sind der Einladung nach Fulda gefolgt: So zeigen zum Beispiel System Strobel, Empl, Binz, Mercedes-Benz, Volkswagen, WAS, Magirus, Freytag, Junghanns, Schlingmann und Ziegler Flagge, jeweils mit mehreren Fahrzeugen beziehungsweise Aufbaulösungen, für Transporter-Chassis bis hin zum ausgewachsenen, meist zweiachsigen Lkw. MAN ist erstmals mit zwei eigenen Ständen auf der Rettmobil und bietet mehrere Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge auf, darunter den TGE in verschiedenen Varianten.

Auch die BOS selbst werben für sich, allen voran die Feuerwehr Fulda und der THW-Ortsverband, aber auch die Bundeswehr, die mit Mowag Eagle IV BAT (beweglicher Arzttrupp) und Flugfeldlöschfahrzeug Ziegler Z6 im Freigelände aufgefahren sind. Der olivgrüne „Karrieretruck“ darf in Fulda ebenfalls nicht fehlen – der Nachwuchsmangel, der die Truppe genauso wie alle BOS betrifft, lässt grüßen.

Übung für den Ernstfall

Neuheiten und Hingucker

Eines der Highlights der letzten Tage war die Schauübung zur Lkw-Rettung, die von der Daimler-Nutzfahrzeug-Unfallanalyse unterstützt wurde und über die wir noch auf eurotransportTV berichten werden. Ein besonderer Hingucker steht wiederum am Stand von Junghanns Fahrzeugbau aus Hof. Die Franken haben das russisch-ukrainische All-Terrain Vehicle (ATV) Sherp für die heimischen Feuerwehren adaptiert und wollen das Amphibienfahrzeug etwa den häufig von Hochwasser betroffenen Kommunen offerieren.Neu sind der Einsatzleitwagen (ELW) 1,5 auf MAN TGE 6.180 von Binz und der Rettungstransportwagen WAS 500 RTW von Wietmarscher, wahlweise auf Mercedes-Benz Sprinter oder VW Crafter.

Ein besonderes Messejahr 2020

Mit spektakulären Premieren halten sich die Fahrzeug- und Aufbauhersteller insgesamt aber eher zurück. Der Grund: 2020 ruft die Interschutz, die nur alle fünf Jahre stattfindende Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen, Bevölkerungsschutz und Sicherheit, nach Hannover. Dafür lohnt es sich, die Neuheiten noch etwas aufzusparen. Heute Abend endet die Rettmobil. Trotz der starken Konkurrenzveranstaltung soll sie auch im nächsten Jahr stattfinden – immerhin wäre es der 20. Geburtstag.

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