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Faktenblatt zum Arbeitsschutz

Hohe Belastungsfaktoren für Logistikpersonal

Logistiklager Foto: Thomas Küppers

Mitarbeiter in Verkehrs- und Logistikberufen sind mehr als andere hohen körperlichen Anforderungen ausgesetzt. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin empfiehlt den Unternehmen, deswegen aktiv zu werden.

31.01.2018 Ilona Jüngst

Hohe körperliche Anforderungen, hohe Arbeitsintensität und lange Arbeitszeiten bei geringem Handlungsspielraum - das sind laut dem aktuellen Faktenblatt der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) typische Kennzeichen der Arbeitsbedingungen in Verkehrs- und Logistikberufen. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt die BAuA in ihrem Faktenblatt "Liefern, lagern und befördern", das auf Daten der BIBB-/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012 beruht.

In dem Faktenblatt konzentrieren sich die Untersuchungen auf die zwei großen Berufsgruppen "Lagerwirtschaft, Post und Zustellung, Güterumschlag" (kurz: "Logistik") und "Fahrzeugführung im Straßenverkehr" ("Fahrzeugführung"). Demzufolge habe beide Berufsgruppen höhere körperliche Belastungen zu bewältigen als der Durchschnitt der abhängig Beschäftigten. So habe jeder zweite Beschäftigte im Bereich "Logistik" und mehr als jeder dritte im Bereich "Fahrzeugführung" (37 Prozent) häufig schwere Lasten zu bewegen. Dies liegt deutlich über dem Durchschnitt von 23 Prozent. In beiden Bereichen leiden die Beschäftigten demnach auch häufiger an Muskel-Skelett-Erkrankungen und körperlicher Erschöpfung und schätzen ihren allgemeinen Gesundheitszustand schlechter ein.

Belastung durch Hitze, Kälte oder Zugluft

Ebenfalls sehen sich die Beschäftigten in beiden Bereichen stärker belastenden klimatischen Verhältnissen wie Hitze, Kälte oder Zugluft ausgesetzt als die durchschnittliche Erwerbsbevölkerung. Zudem berichten beide Gruppe über viel Routine im Berufsalltag, während gleichzeitig die Arbeitsdurchführung stärker vorgeschrieben ist und es selten neue Aufgaben zu bewältigen gibt. Laut dem Faltblatt berichten beide Gruppen über einen geringeren Handlungsspielraum.

Während die Beschäftigten in der "Fahrzeugführung" deutlich häufiger über 48 Stunden pro Woche arbeiten und unter starkem Termindruck stehen, wird im Bereich "Logistik" häufiger sehr schnell und an der Grenze der Leistungsfähigkeit gearbeitet.

Gesundheit der Beschäftigten sichern

Aber die Studie kommt auch zu dem Schluss, dass in beiden Bereichen im Allgemeinen ein ebenso gutes soziales Klima wie in der durchschnittlichen Erwerbsbevölkerung herrsche. Um negativen gesundheitlichen Beanspruchungsfolgen durch die Arbeitsbedingungen entgegenzuwirken, sollten Unternehmern deshalb nachsteuern. Wer etwa eine Gefährdungsbeurteilung durchführt, sollte besonders auf die hoch ausgeprägten Belastungsfaktoren achten. "Darauf abgestimmte Maßnahmen können die Gesundheit der Beschäftigten nachhaltig sichern", heißt es in dem Faktenblatt.

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