Fahrzeugproduktion: Bänder stehen still Probleme in der Lieferkette spitzen sich zu

Produktion bei Volkswagen Nutzfahrzeuge Foto: Volkswagen Nutzfahrzeuge / Henning Scheffen

Unterbrechung der Lieferketten offenbart globale wirtschaftliche Verflechtungen. Die Auswirkungen im Zuge des Ukraine-Kriegs werden dabei immer dramatischer.

Aktuell stehen der Logistikbranche schwierige Zeiten bevor: eine Chip-Knappheit, steigende Inflation als Folge einer globalen Pandemie, explodierende Dieselpreise und unterbrochene Lieferketten aufgrund des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Dies wirkt sich nun flächendeckend auf die Produktion in der Pkw- und Nutzfahrzeugbranche aus.

Rohstoffe aus Russland fehlen

Mehr als zwei Wochen nach der russischen Invasion in der Ukraine werden globale wirtschaftliche Verflechtungen gnadenloser denn je aufgezeigt. Unternehmen nutzen beispielsweise Gas, das aus Russland importiert wird, um Stoffe zu erwärmen. Vor allem die Nahrungsmittel- und Metallindustrie ist von eben jener Energie abhängig. Hatten einige Forscher erst kürzlich davor gewarnt, dass die Industrie ihre Produktion kurzfristig drosseln müsse, ist dies ist nun bereits knallharte Realität.

Produktion steht in vielen Bereichen still

Täglich versuchen Unternehmen, die aktuelle Lage in der Ukraine zu analysieren und die Auswirkungen abzuschätzen. Aus einem Kundenanschreiben von MAN, das lastauto omnibus vorliegt, geht hervor, dass die Produktion an einigen Standorten aufgrund des Ukraine-Krieges bereits stillsteht. Dies betreffe vor allem München und Krakau, da die für den Bau von Fahrzeugen erforderliche Teile nicht mehr zur Verfügung stünden. Aber auch bei Volkswagen Nutzfahrzeuge sind die Auswirkungen bereits spürbar: So teilt ein Sprecher des VW-Nutzfahrzeuge-Konzerns auf Anfrage von lastauto omnibus mit, dass die Produktion an den Standorten Poznań und Września, sowie in Hannover bereits ruhe.

Lage weiterhin undurchsichtig

Nach wie vor sind die Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die globalen Lieferketten allgegenwärtig. Krisenstäbe versuchen tagesaktuell, die Lage neu zu bewerten, um entsprechend reagieren zu können. Fest steht aktuell nur, dass Zulieferer aus der Ukraine sich gezwungen sehen, ihre Standorte zu schließen. Angesichts dieser Tatsache müssen sich Kundinnen und Kunden künftig auf Einschränkungen und Verzögerungen bei Aufträgen und der Fahrzeugfertigstellung beziehungsweise -auslieferung einstellen.

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