Europa Truck Trial 2012

Regeln mit Änderungen

Foto: Robert Eberlein

Die Revolution geht weiter! Nachdem die Veranstalter der Truck Trial Europameisterschaft im vergangenen Jahr die Klasseneinteilung zumindest für die Fahrt durch die Sektionen aufgemischt haben, warten die Regeln für 2012 mit weiteren erheblichen Veränderungen auf, die sogar über das nächste Jahr hinaus reichen.

„Weniger ist mehr“, könnte man die Absicht der Regeländerungen überschreiben. Wobei sich das „Weniger“ mittelfristig auf die Zahl der am Ende der Saison zu ehrenden Europameister bezieht. Denn ab  2012 gibt es nur noch eine Prototypenklasse, ein  Jahr später werden dann die Klassen S1 und S2 zusammengelegt. „Der Bülles gegen den Auinger, das geht doch gar nicht“, wird so mancher Leser mit Blick auf die völlig unterschiedlichen Fahrzeuge meinen. „Geht aber doch,“ meint nicht nur Jürgen Funke vom Veranstalter-Dreigestirn. Der Trick: wie beim Golfspiel das Handicap zwischen Spielern unterschiedlicher Spielstärke ausgleicht, soll ein Multiplikator einen vergleichbaren Effekt bei den Trial-Protos bewirken. Auf jeden Fall macht die Zusammenlegung die Freistil-Klasse für die Zuschauer spannender und lässt künftig ein Starterfeld entstehen, das einem Europameister auch würdig ist. 2012 werden am Saisonende dann nur noch sechs statt bisher sieben Europameister geehrt.

Ein Jahr später sind es dann nach Zusammenlegung von S1 und S2 sogar nur noch fünf, bevor dann - quasi mit Ansage - 2014 der echte Schnitt kommt. Denn dann werden die Klassenzuordnungen nach der Zahl der Achsen vorgenommen: Zwei-, Drei und Vier- bzw. Mehr-Achserbilden die dann neu gefügten Kategorien der seriennahen Trucks plus den Prototypen. Die Anzahl der Klassen ist dann fast halbiert - vier statt sieben! Ein Ausgleich wird innerhalb der neu formierten „Achsenreinen“ S-Klassen dann ebenfalls über  Multiplikatoren erfolgen.

Neue Schiedsordnung

Sollten die Neuregelungen Konfliktpotenzial enthalten, kann künftig die neu gebildete Schiedskommission als letzte Instanz entschärfend eingreifen. Nach einem Jahr Vorarbeit - besonders auch auf Seiten der beteiligten Fahrer - wurde diese Kommission jetzt im Regelwerk festgeschrieben. Eine Schiedsordnung ergänzt die Regeln ab der neuen Saison. Die Kommission setzt sich zusammen aus dem leitenden Sportkommissar, der auch den Vorsitz führt, ein weiterer Kommissar, ein Vertreter der veranstaltenden OVS und zwei Fahrer-Vertreter. „Es waren auch die Teams, die in besonderem Umfang an der Formulierung der Schiedsordnung mitgewirkt haben,“ zeigt man sich bei der OVS erfreut mit Blick auf diese Neuerung.

Der Umbau des in die Jahre gekommenen Regelwerks der führenden Truck Trial Serie in Europa geht also weiter. Die jetzt veröffentlichten Änderungen und insbesondere die damit eingeleitete Entwicklung für die kommenden Jahre, sind mutig. Andere, kleinere Veränderungen an den bestehenden Regeln treten da glatt in den Hintergrund. Auf die ersten Erfahrungen mit den neuen Regeln darf man gespannt sein!

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