Deutsche Post verkauft Rechte

Odin übernimmt Streetscooter

Foto: Streetscooter

Die Holding Odin Automotive übernimmt von der Deutschen Post DHL deren Elektrotochter Street Scooter Engineering (StSE). Ziel ist demnach eine größere Produktpalette und die Expansion auf internationale Märkte.

Die Transaktion beinhaltet nach Angaben von Odin Automotive die Übernahme der Rechte "an den bestehenden geistigen Eigentumsrechten, Produktionslinien und Tochtergesellschaften von StSE in der Schweiz und in Japan". Mit dem Abschluss übernimmt Odin nach eigenen Angaben den größten Hersteller von elektrischen leichten Nutzfahrzeugen (eLCV) in Deutschland und "sichert die Zukunft der fortlaufenden Entwicklung von Batteriemanagementsystemen und Produktionskapazitäten". Der neue Streetscooter-Eigner will demnach unter anderem die Produktpalette erweitern, um eine größere Vielfalt von Anwendungsfällen abzudecken, und will zudem auf internationale Märkten, einschließlich Ländern in Europa, Nordamerika und Asien, expandieren.

Produktentwicklung fortsetzen

"Unser unmittelbarer Produktfokus wird auf den Modellen Sherpa Max oder Work XL liegen. Derzeit besteht weltweit ein enormer Bedarf an elektrischen leichten und mittelgroßen Lieferfahrzeugen, insbesondere angesichts des Wachstums des E-Commerce während der Pandemie, und unser sofortiger Fokus liegt darauf, diese Nachfrage zu decken", sagt eine Odin-Sprecherin auf Anfrage von eurotransport.de.

Odin übernimmt dabei die Forschungs- und Entwicklungsarbeit. "Wir haben ein großartiges Team von Ingenieuren aufgebaut, um diese Fahrzeuge für weitere Anwendungsfälle und Märkte weiterzuentwickeln", so die Sprecherin weiter.

DPDHL wird mit einem Anteil von zehn Prozent weiter am Unternehmen beteiligt bleiben und auch weiterhin die Wartungskapazität für seine aktuelle Flotte übernehmen.

Internationale Automobilexperten und Investoren

Odin Automotive ist nach eigenen Angaben eine von internationalen Automobilexperten geführte Automobil-Holding, die länderübergreifend in Europa, Asien und Nordamerika arbeitet und deren Ziel ein emissionfreier Transport von Personen und Gütern auf der letzten Meile ist. CEO und Chairman ist Stefan Krause, ehemals CEO und Gründer des Elektrofahrzeug-Unternehmens Canoo und zuvor CFO bei BMW und der Deutschen Bank war. An Odin sind demnach mehrere institutionelle und private globale Investoren beteiligt, darunter ein großer chinesischer OEM, ein Partner für die Auftragsfertigung in Nordamerika und Sparta Capital Management sowie eine in London ansässige Investmentfirma.

Weitere Transaktionen im Bereich Mobilität

Laut einer Mitteilung plant Odin weitere Akquisitionen im Bereich Mobilität, die die Produktpalette des Unternehmens und die gesamte Marktnachfrage für elektrifizierte Last-Mile-Dienste erheblich erweitern werden. Noch im Laufe des Jahres sollen eine "Reihe von Transaktionen" abgeschlossen werden.

Das Streetscooter-Fahrzeugmodell war 2010 im Rahmen eines privaten Forschungsprojekts gegründet und 2014 von DPDHL übernommen worden. Bei dem Post- und Logistikdienstleister sind demnach aktuell mehr als 17.500 der elektrischen Zustellfahrzeuge im Einsatz, hinzu kommen laut Odin kleinere Flotten in anderen europäischen Ländern und in Japan mit insgesamt 5.000 weiteren Fahrzeugen. Aktuell beläuft sich das Fahrzeugangebot auf Ladevolumina von vier, acht und 20 Kubikmeter. StSE betreibt derzeit eine Fertigung in Deutschland mit einer Produktionskapazität von bis zu 30.000 Fahrzeugen pro Jahr.

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