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Destatis-Bericht 2018

Weniger Personenschäden bei Lkw-Unfällen

Foto: Benjamin Nolte / stock.adobe.com

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gab es trotz weiter steigender Fahrleistung im Jahr 2018 weniger Personenschäden bei Lkw-Unfällen im Straßenverkehr. Die Nummer eins bei den Unfallursachen sind Fehler bei Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren.

Laut dem Destatis-Bericht "Unfälle von Güterkraftfahrzeugen im Straßenverkehr 2018" gab es vergangenes Jahr insgesamt 28.631 Unfälle mit Personenschaden, an denen mindestens ein Güterkraftfahrzeug beteiligt war. Die Unfallzahl war damit im Vergleich mit 2017 um 1,8 Prozent rückläufig, ebenso die Zahl der verunglückten Personen, die mit 39.479 Personen um 1,7 Prozent niedriger war als im Vorjahr. Und dies, obwohl die Fahrleistung von Lkw laut Destatis zwischen 1995 und 2018 um 39 Prozent und die Transportleistung im Zeitraum zwischen 1995 und 2017 um 75,5 Prozent gestiegen ist.

Die meisten Unfälle innerorts

Bezogen auf den Bestand hat sich die Beteiligung von Güterkraftfahrzeugen an Unfällen mit Personenschaden ebenfalls reduziert: Wurden 1995 noch 153 Unfallbeteiligte je 10.000 in Deutschland zugelassenen Lkw gezählt, so waren es 2018 noch 84, also fast 45 Prozent weniger. Laut dem Bericht passierten von den betrachteten Unfällen mit Personenschaden 46 Prozent innerorts, wobei am häufigsten Kleinlaster beteiligt waren, 26,2 Prozent der Unfälle ereigneten sich auf Landstraßen (außerorts ohne Autobahnen) und 27,1 Prozent waren in Unfällen auf Autobahnen involviert.

Abstandsfehler machen das Gros aus

Unfallursache Nummer eins ist bei den Lkw laut Destatis Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren. Die häufigsten Fehlverhalten, die den Fahrern von Güterkraftfahrzeugen angelastet wurden, waren Abstandsfehler mit 20,5 Prozent Fehler beim „Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren mit 16,4 Prozent, gefolgt von Vorfahrt-/Vorrangfehlern mit 11,2 Prozent. Die Ursache „nicht angepasste Geschwindigkeit“ stand demnach erst an vierter Stelle und hatte einen Anteil von 9,8 Prozent. Alkoholeinfluss als Ursache für einen Unfall mit Personenschaden wurde bei den Fahrern von Güterkraftfahrzeugen relativ selten (1,6 Prozent) festgestellt. Und auch bei den Güterkraftfahrzeugen gibt es laut Destatis eine Altersabhängigkeit der Unfallursachen: Je älter der Fahrer (bezogen auf je 1.000 Beteiligte ihrer Altersgruppe) dest seltener sei die Unfallursache „nicht angepasste Geschwindigkeit“, während „Vorfahrt-/ Vorrangfehler“ ansteigen.

Laut dem Statistischen Bundesamt wird die Zahl der Getöteten im Straßenverkehr 2019 voraussichtlich auf ein Rekordtief von 3.090 sinken.

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Harry Binhammer, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Harry Binhammer Fachanwalt für Arbeitsrecht
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