Dekra Zukunftskongress Nutzfahrzeuge 2022 Eröffnung und Verleihung Europäischer Sicherheitspreis

Foto: Thomas Starck

Der erste Tag des Dekra Zukunftskongress Nutzfahrzeuge ist in vollem Gange. Bei der Eröffnung hat auch Staatssekretär Oliver Luksic klargestellt, wie wichtig der Straßengüterverkehr auch in Zukunft sein wird.

„Das Rückgrat unserer Wirtschaft und Gesellschaft ist der Transport von Waren“, stellt Jann Fehlauer, Geschäftsführer Dekra Automobil gleich zu Beginn des Dekra Zukunftskongress Nutzfahrzeuge klar. Und gerade dem Lkw kommt dabei eine entscheidende Rolle zu. Ganz besonders bei zeitkritischen Transporten, wie Oliver Luksic später noch betont. Darum kommen beim Dekra Zukunftskongress Nutzfahrzeuge nicht nur die Lkw-Industrie zusammen, sondern auch Experten aus der Wissenschaft, Anwender und auch die Politik. „Hier bei uns trifft sich die ganze Branche, und auch die, welche die Spielregeln vorschreiben.“

Das stellt auch Oliver Trost, Geschäftsführer des ETM Verlags heraus. Man wolle gemeinsam mit diesem Kongress nach vorne schauen, was getan werden kann. Es sei wichtig, alle Stakeholder hier zusammenzubringen.

Luksic: Offen sein für verschiedene Lösungen

Mit einer Keynote stimmt der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Verkehr ins Thema ein und beginnt direkt mit einer Ansage zur Zukunft des Güterverkehrs: „Die Straße wird eine sehr wichtige, vielleicht sogar noch wichtigere Rolle spielen.“ Man müsse daher an das Thema ran. Einen Vorteil des Nutzfahrzeugs im Vergleich zum Pkw macht Luksic dabei direkt aus: Erstere sind deutlich mehr im Betrieb als Pkw, weshalb die Total Cost of Ownership eine wesentlich stärkere Rolle spielen. So könne man also über die Betriebskosten einen Technologiewechsel leichter voranbringen. Doch das Ziel ist dennoch nicht trivial. „Wir brauchen einerseits einen Rahmen, andererseits Offenheit.“ Der Verbrennungsmotor sei ein Universaltalent. Lang- wie Kurzstreckentransporte sind damit gut bedient. Doch künftig brauche man für die vielen verschiedenen Anwendungsfälle unterschiedliche Lösungen. Da müsse man offen sein. Auch für Oberleitungs-Lkw, „aber da bin ich jetzt kein Fan von.“

Eine entscheidende Rolle bei der Transformation komme zudem der Maut zu. Diese wolle man seitens der Politik in zwei Schritten angehen. Zunächst spricht Luksic von einer moderaten Erhöhung, um die von der EU vorgegebenen Anpassungen bei der Infrastruktur und im Lärmschutz umzusetzen.

Mit Blick aufs Jahr 2024 wolle man sich der Gewichtsklassen annehmen, die Mautpflicht nach unten erweitern bis auf 3,5 Tonnen. Allerdings müssen dazu viele Fahrzeuge mit einer entsprechenden Technik ausgerüstet werden, die aber Stand heute noch gar nicht existiere. Ebenfalls 2024 soll eine CO2-Spreizung in Kraft treten. Doch auch hier seien noch weitere Vorbereitungen nötig.

Unterm Strich gehe es vor allem um Planbarkeit für den Markt. Daher müsse man, wie heute beim Kongress, mit allen Akteuren in Austausch treten.

Europäischer Sicherheitspreis Nutzfahrzeuge

Nachdem wegen der Corona-Pandemie im Jahr 2020 an eine Preisverleihungsgala nicht zu denken war und auch der angedachte Termin für 2021, der Dekra Zukunftskongress Nutzfahrzeuge 2021 ausfallen musste, ehren Dekra, der Deutsche Verkehrssicherheitsrat DVR und die Europäische Vereinigung für Unfallforschung und Unfallanalyse EVU anlässlich des diesjährigen Kongresses rückwirkend gleich zwei Preisträger. Der Europäische Sicherheitspreis Nutzfahrzeuge im Jahr 2020 geht an Kay Morschheuser von Daimler Truck. In seiner Laudatio lobt Jörg Ahlgrimm, Präsident der EVU Morschheuser für die wichtigen Erkenntnisse zur passiven und aktiven Sicherheits im Nutzfahrzeug über dessen Laufbahn in der Lkw-Industrie. Schließlich seien Unfälle mit Nutzfahrzeugen immer mit schweren Folgen verbunden. Dagegen anzukämpfen, leistet einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit im Straßenverkehr.

Für das Jahr 2021 wird Joachim Werner von Iveco geehrt. Neben seinen Beiträgen zur passiven und aktiven Sicherheit im Lkw lobt Jörg Ahlgrimm den Preisträger auch für einen weiteren Aspekt, nämlich die Verdienste um den Umweltschutz. Sicherheit müsse auch im Nutzfahrzeug weitergedacht werden. Es gehe auch um die Sicherheit der Umwelt. Hier habe Werner wichtige Dienste bei Iveco geleistet.

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