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Dekra mit neuen Dienstleistungen Services für die Energiewende

Foto: Dekra

Die Prüforganisation Dekra wird künftig einen noch größeren Fokus auf Dienstleistungen rund um die Megathemen Nachhaltigkeit und Energiewende legen. Was geplant ist.

Dekra will die Energiewende aktiv mitgestalten. Wie das Prüfunternehmen mit Zentrale in Stuttgart mitteilt, hat es im laufenden Jahr Test-, Zertifizier-, Prüf-, Experten- und Trainings-Dienstleistungen entwickelt, die in Zusammenhang mit Wasserstoff, Photovoltaik, Windkraft und Batterien stehen.

Neu ist zum Beispiel ein von Dekra entwickelter Schnelltest für die Antriebsbatterien von Elektroautos, der später auch beim Überprüfen von Akkus von Elektro-Lkw zum Einsatz kommen könnte. Innerhalb von 15 Minuten liefere der Test einen präzisen Wert zur Restkapazität der Batterie, hob Vorstandschef Stan Zurkiewicz am Mittwoch vor Journalisten hervor. Damit schaffe das Unternehmen Transparenz im wachsenden Gebrauchtwagenmarkt, in dem die Restkapazität der Batterie ein entscheidender Wertfaktor sei.

Dekra plant Testzentrum für Antriebsbatterien

Zugleich kündigte Zurkiewicz an, im Dekra Technology Center am Lausitzring ein Testzentrum für Antriebsbatterien aufzubauen, das 2024 in Betrieb gehen soll. Die Mitarbeiter werden Antriebsbatterien prüfen und zertifizieren – beginnend bei der Entwicklung über Homologation und Typprüfung bis zur Qualitätssicherung. Die Investitionen liegen im zweistelligen Millionenbereich. Der Lausitzring gehört seit fünf Jahren zu Dekra und ist nach Firmenangaben Europas größtes unabhängiges Testareal für das automatisierte und vernetzte Fahren.

Auch auf die Wasserstoff-Mobilität bereitet sich Dekra vor. Unter anderem ist das Unternehmen technischer Partner von Hylane, der ersten Vermietflotte für Wasserstoff-Lkw. Sie bietet im ersten Schritt 44 Fahrzeuge unterschiedlicher Anbieter an und will diese Flotte sukzessive ausbauen.

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Dekra beschäftigt sich ferner mit künftigen Prüfstandards für Gashochdruckleitungen und hat nach eigenen Angaben bereits erste Leitungen für Wasserstoff in Deutschland zertifiziert. Auch die Abnahme von H2-Tankstellen sei möglich. Dekra-Chef Zurkiewicz sieht beim Einsatz von grünem Wasserstoff große Potenziale. „Er bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten und kann eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels spielen“, sagte er.

Beim Thema Photovoltaik engagiert sich das Prüfunternehmen ebenfalls verstärkt. In Schanghai hat es das nach Firmenangaben modernste Prüflabor für Solaranlagen in Betrieb genommen. „Damit haben wir die nötigen Prüf- und Zertifizierungs-Ressourcen geschaffen, damit die Solarbranche weiter wachsen und ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten kann“, sagte der Dekra-Chef.

Dekra will bis 2025 CO2-neutral sein

Was die Nachhaltigkeit angeht, will Dekra einerseits Unternehmen beim Erreichen ihrer Klimaziele unterstützen. Die Sachverständigenorganisation will aber auch selbst aktiv werden, um bis 2025 CO2-neutral zu sein. In diesem Jahr hat sie begonnen, die Umweltauswirkungen ihrer Geschäftsprozesse zu erfassen und ist nach eigenen Angaben dabei, ein wissenschaftlich basiertes Reduktionsziel für seine CO2-Emissionen zu erarbeiten. Es soll sich an den Vorgaben des Pariser Klimaschutzabkommens orientieren, das eine Beschränkung der Erderwärmung auf 1,5 Grad anstrebt.

Nachhaltigkeit ist eines von fünf Fokusbereichen, auf die sich Dekra konzentriert – neben Mobilität der Zukunft, Cyber-Sicherheit, Remote Services, Künstliche Intelligenz & Datenanalyse. „Angesichts der enormen Auswirkungen des Klimawandels haben wir uns bewusst dafür entschieden, Nachhaltigkeit zu einem Teil unserer DNA zu machen“, erklärte Zurkiewicz. Für das laufende Jahr sieht er das Unternehmen auf einem guten Weg. Dekra erwartet einen Jahresumsatz von knapp 3,7 Milliarden Euro, was einem Plus von fünf Prozent entspricht. Für das nächste Jahr rechnet das Unternehmen angesichts der Unsicherheiten auf dem Markt mit einem Zuwachs im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich.

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