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CO2-Obergrenzen

Kommissar fordert Europas Hersteller heraus

Kommissar Maros Sefcovic Foto: Regina Weinrich

Der für die Erreichung der EU-Klimaziele zuständige Kommissar Maros Sefcovic sieht die Lkw-Hersteller unter wachsendem Druck bei der Verringerung von Treibhausgasen.

Die Kommission überlege, wie die derzeit gültigen Normen verbessert werden könnten, sagte Sefcovic. Derzeit habe man die paradoxe Situation, dass es  in den USA, Japan und China CO2-Obergrenzen für Trucks gebe und in Europa nicht. "Es wird Zeit, dass wir uns mit diesem Thema auch in Europa befassen", sagte Sefcovic in Rotterdam bei den TEN-T-Tagen der EU-Kommission.

Er wisse von mindestens zwei europäischen Herstellern, die ihre Fahrzeuge mit großem Erfolg in den Vereinigten Staaten verkauften. Es könne also nicht eine so große Herausforderung sein, den dortigen Standards zu genügen. "Ich bin der Ansicht, dass wir mindestens so ehrgeizig sein sollten, wie andere führende Wirtschaftsmächte", unterstrich Sefcovic, der auch Vizepräsident der EU-Kommission ist. Das sei nicht nur wichtig für die technische Entwicklung und den Klimaschutz, sondern auch für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie. "Wenn man Lkw exportieren will, müssen sie zu den besten der Welt gehören."

Auch Verkehrskommissarin Violeta Bulc betonte die bedeutende Rolle des Transportsektors bei der Stärkung der europäischen Wirtschaft. "Die europäische Wettbewerbsfähigkeit ist nicht dort, wo wir sie gern hätten, aber noch ist die Lage aber nicht kritisch", sagte sie. Deshalb sei jetzt der richtige Moment, zu handeln. Der Sektor trage über Preise und Effizienz der logistischen Systeme und mit seiner Fähigkeit zu kooperieren zur Wettbewerbsfähigkeit bei. Die größten Herausforderungen lägen derzeit bei der Verringerung von Staus und CO2-Emissionen, aber auch bei Innovationen und Vernetzung.

Sefcovic hob mehrfach hervor, dass die Klimavereinbarung von Paris einen grundlegenden Wandel im globalen Denken markiert habe. "Die Städte beispielsweise werden ab 2025 oder 2030 schlichtweg keine Fahrzeuge mit CO2-Emissionen mehr akzeptieren", sagte er. Die derzeitige Situation biete die Gelegenheit, die EU zu modernisieren. Paris sei ein starkes Signal auch an Investoren und Banken gewesen. Noch vor der Sommerpause werde die EU-Kommission wichtige Vorschläge zur Verringerung von CO2-Emissionen vorlegen. Das betreffe auch den Transportsektor, der daran einen Anteil von fast 25 Prozent habe.

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