Citaro in allen Formen

Wien setzt auf Daimler-Diesel

Foto: Daimler Trucks & Buses

Auch sieben Jahre nach dem ersten Auftrag ist die Erfolgsgeschichte des Mercedes Citaro in Wien noch nicht zu Ende. Statt auf Hybrid- oder Erdgasbusse setzen die Österreicher weiter voll auf Euro-6-Technik aus Mannheim.

Vor sieben Jahren, zum ersten Auftrag für den Mercedes Citaro aus Wien, wurden die damals noch aktuellen Gräf & Stift Busse mit Flüssiggasantrieb (LPG) – MAN hatte die Produktion der Marke und der Technologie damals eingestellt – ausgemustert und eine breite Erprobung von Bussen mit alternativen Antrieben durchgeführt. In einem Ausschreibungsverfahren über die Neubeschaffung von Omnibussen im Zeitraum vom 2022 bis 2027 über insgesamt von mehr als 400 Fahrzeuge hatte der Dieselmotor dann erneut die Nase vorn.

Der Grund hierfür wird in einem Blog des Unternehmens so beschrieben: "Bei der Modernisierung unserer Busflotte war ausschlaggebend, dass die neuen Fahrzeuge wesentlich umweltfreundlicher, komfortabler und leiser als die bisherigen Busse sein müssen. In einer zweijährigen Zusammenarbeit mit der TU Graz wurden bereits im Vorfeld der Ausschreibung 28 Busse der verschiedensten Antriebe (Diesel-Hybrid, Erdgas, Diesel) getestet. Dieselbusse der Klasse Euro 6 lieferten in nahezu allen Kategorien bessere Werte als alle anderen getesteten Antriebsformen. Beispielsweise sparen unsere Euro-6-Busse im Vergleich zu den älteren Bussen mit Flüssiggasantrieb das etwa 15-fache an Stickoxid ein und reduzieren den CO2-Ausstoß um 44 Prozent."

Zwei Linien des Betreibers seien zudem schon vollständig elektrifiziert worden. "Der nächste Schritt in Sachen E-Mobilität sind bis zu sieben Elektrobusse mit je 12 Metern Länge. Damit ist Wien voraussichtlich ab dem Jahr 2020 die erste europäische Stadt mit großen E-Bussen im Linienbetrieb und kann eine weitere Buslinie komplett auf Elektroantrieb umstellen."

Citaro-Diesel aller Längen im Fuhrpark

Der Auftrag des Verkehrsbetriebs Wiener Linien umfasst dabei moderne Diesel-Fahrzeuge aus der gesamten Bandbreite der Citaro Produktreihe, bereits jetzt wurde fixiert:

  • 78 Solobusse mit 12 Meter Länge
  • 225 Gelenkzüge mit 18 Meter Länge
  • 57 CapaCity Vierachs-Gelenkbusse mit 19,7 Meter Länge

Die weiteren 40 Busse sind noch in der Konfigurationsphase und könnten womöglich dann als eCitaros nachgeordert werden, was allerdings weder von Daimler noch von den Wiener Linien bestätigt wurde.

Wien fährt 100 Prozent Mercedes-Benz

Mit 1,9 Millionen Wienerinnen und Wienern lebt ein Viertel der österreichischen Bevölkerung in der Hauptstadt. Gemeinsam mit rund acht Millionen Touristen fährt Wien, das bereits zum zehnten Mal zur lebenswertesten Stadt der Welt ausgezeichnet wurde, zu 100 Prozent mit Mercedes-Benz Citaro. Die Omnibusse legen jeden Tag eine Strecke von über 100.000 Kilometer zurück und fahren damit pro Tag 2,5 Mal um die Welt.

Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer (Foto rechts) und Dirk Schmelzer, CEO von EvoBus Austria (Foto links), freuen sich gleichermaßen über die weitere Zusammenarbeit: "Die Ansprüche an die Busse sind enorm. Die Fahrzeuge haben aber gehalten, was sie versprochen haben. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass die Fahrgäste auch weiterhin umweltfreundlich, schnell und komfortabel an ihr Ziel kommen." Durch den normalen Betrieb hätten die Busse rechnerisch 110.000 Tonnen CO2 bzw. 441 Millionen Auto-Kilometer eingespart. Warum man bei dem neuerlichen Großauftrag keine Hybrid-, Erdgas- oder Elektrobusse bestellt hat, wurde indes nicht mitgeteilt.

Omniplus-Serviceleistungen maßgeblicher Teil der Erfolgsgeschichte

Kundenbetreuung ist großgeschrieben. Fachpersonal des EvoBus Austria Standortes in Wiener Neudorf, aus den Bereichen Kundendienst, Reparatur und Ersatzteilwesen stehen ständig in Verbindung mit den Ansprechpartnern der Wiener Linien. Eine ausgeklügelte Ersatzteillogistik sorgt täglich für eine minutengenaue Anlieferung der Ersatzteile an die Werkstätten der Wiener Linien. Zusätzlich unterstützen circa sieben ständige Reparaturfachkräfte, teilweise in Nachtschichten, die Werkstätten der Wiener Linien bei Reparatur- und Wartungsarbeiten sowie gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungen. Außerdem wird das Unternehmen bald auch umfassende Servicedienstleistungen der digitalen Serviceplattform Omniplus ON in Kooperation mit einem Drittuntermehmen nutzen.

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