Aktion gegen Corona-Krise

Buskorso fährt durch Dresden

Corona-Bus-Korso durch Dresden Foto: Thorsten Wagner 11 Bilder

Im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages der Tourismusbranche fanden am 29. April Kundgebungen und Demonstrationen statt. In Dresden genehmigten die Behörden einen Buskorso mit 50 Fahrzeugen.

Der hupstarke Reisebus-Zug durch die touristisch interessante, aber aktuell vollkommen leere Altstadt wurde bundesweit auch von TV und Presse positiv aufgenommen. Viele Busse waren mit deutlichen Botschaften bis hin zu einer Todesanzeige für die Bustouristik beklebt. Auch in Mainz konnten auf dem Gutenbergplatz fünf Busse vor dem Staatstheater den Forderungen nach einer Unterstützung in der Krise und einem planbaren Corona-Exit Gehör verschaffen.

Branchenvertreter wie die beiden Organisatoren René Lang und Reiner Maertens aus Dresden machten in Dresden in einem Gespräch mit Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) kurz vor der Sitzung des Landtages klar, dass die Unternehmen schon seit Wochen keine Einnahmen mehr verzeichnen können und die Lage inzwischen höchst prekär ist. Am Tag der Demonstrationen wurde die weltweite Reisewarnung des Außenministeriums zudem bis 15. Juni verlängert, was nochmal für eine einkommenslose Zeiten sorgen wird – eine Perspektive ist derzeit nicht zu erkennen.

Klepsch: Forderungen nachvollziehbar

"Ich kann die Forderungen der Reiseunternehmen sehr gut nachvollziehen, denn die Tourismusbranche ist besonders von der Corona-Krise betroffen", sagte Klepsch. Sie setze sich deshalb dafür ein, das Sofortzuschussprogramm des Bundes um weitere Monate zu verlängern und zudem für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigte zu öffnen. "Parallel arbeiten wir in Sachsen aktuell an einem Stufenplan zu möglichen Lockerungen im Tourismus", so die Politikerin. Die AfD im sächsischen Landtag hatte das Thema als mit Abstand größte Oppositionspartei auf die Agenda gesetzt und war mit Wahlplakaten ebenfalls in der Stadt präsent. Die Ministerin wies die Argumente der Partei in der Debatte jedoch als "hysterischen Populismus" deutlich zurück.

Der Bundesverband bdo steht laut eigener Angaben zudem mit Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in ständigem Kontakt in Bezug auf ein Hilfspaket. Hierzu seien am 24. April erste Eckpunkte an das Ministerium geliefert worden. Man wolle aber keine Details nennen und sich auch nicht demonstrativ hinter die Dresdner Demo stellen.

Wir behalten das Thema natürlich im Auge und berichten in lastauto omnibus von den Entwicklungen. Siehe auch den Busblog zum Thema hier.

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