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7. Telematik-Fachtagung

Couplink will Integration ins Fahrzeug

Couplink Foto: Couplink

7. Telematik-Fachtagung von Couplink: Christopher Brockmeier von der RWTH Aachen über die Integration von Lösungen ins Auto.

Die 7. Telematik-Fachtagung von Couplink muss aktuell Corona-bedingt auch im zweiten Pandemie-Jah als digitale Vortragsreihe stattfinden. Unter dem Motto „Wissenschaft trifft Praxis“ gibt es in den kommenden Wochen eine ganze Reihe an verschiedenen Präsentationen. Christopher Brockmeier, Forschungsbereichsleiter am Institut für Kraftfahrzeuge der RWTH Aachen, hatte sich zu Beginn der Reihe das Thema „Interaktion mit Nebenaufgaben während der Fahrt“ auf die Fahnen geschrieben. Dabei geht es um die Frage, ob derzeitige Telematik-Systeme überhaupt während der Fahrt nutzbar sind beziehungsweise, wie man zu einer Lösung kommt, die diese Voraussetzungen erfüllt.

Bedienen während der Fahrt verboten

Denn das Bedienen eines Navigationsgeräts oder eines Handys ist während der Fahrt verboten „es sei denn, das Fahrzeug steht und der Motor ist aus“, erklärte Couplink-Vorstand Jens Uwe Tonne. Eine Bedienung während der Fahrt wird bei Couplink folglich unterbunden. Das sei auch eine der Voraussetzung für eine De-minimis-Förderung. Das könne aber durchaus unschön sein, wenn man sich nicht einmal eine Nachricht während der Fahrt vorlesen lassen darf. An eben dieser Stelle wollen die Telematikspezialisten aus Aldenhoven ansetzen.

Klar sei: Das Gerät muss fest in einer Halterung sein. Zudem müsse man bei der Bedienung unter einer Sekunde bleiben – oder aber eine Sprachsteuerung realisieren. „Aufgrund der Geräuschentwicklung im Fahrzeug kann das aber schwierig sein.“ Daher habe Couplink das Institut für Kraftfahrzeuge der RWTH Aachen mit ins Boot geholt.

Keine Ablenkung für Nutzer

Christopher Brockmeier testen die sogenannte User Experience in Fahrzeugen – und zwar unter anderem mithilfe von Virtual Reality (VR). Dabei erforschen die Wissenschaftler unter anderem, wie abgelenkt ein Nutzer während der Fahrt während der Bedienung ist. Dabei kommen bereits Anwendungen zum Einsatz, die auf teil- und voll automatisiertes Fahren abzielen. „Denn die Frage ist nicht mehr ob – sondern wann das kommt“, erklärt Brockmeier.

Insgesamt sei zu beobachten, dass es im Auto immer mehr Funktionen gibt – wobei die Zahl der Bedienelemente zeitgleich stark zurückgegangen sei. Das bedeute im Umkehrschluss eine zunehmende Komplexität sowie viele Abhängigkeiten. Hier stelle sich die Frage: „An welcher Stelle überfordert das den Menschen“, sagte Brockmeier.

Funktionen logisch verteilen

Er unterscheidet daher zunächst in Grundoperatoren – die etwa etwas lauter machen oder auch in etwas hineinzoomen. Diese gelte es systematisch zu untersuchen. Oder ganz platt formuliert: „An welcher Stelle ist der Touchscreen gut – und wo nicht“, so Brockmeier. Erst dann lassen sich auch die anderen Funktionalitäten entsprechend platzieren.

Noch einen Schritt weiter vorne setzt er mit folgender Frage an: „Welche App lasse ich überhaupt im Auto zu – und wer übernimmt dafür die Verantwortung?“ Hier gehe es nicht zuletzt um die optimale Platzierung eines Displays. Im Normalfall sollte das bereits durch den Fahrzeughersteller belegt sein. Für die Telematik bliebe dann nur der zweitbeste Platz. Es sei denn, der Inhalt lässt sich auf den Bildschirm des OEM übertragen. Ziel müsse es sein, die Ablenkung von der eigentlichen Fahraufgabe so gering wie möglich zu halten.

Couplink will auf Google Auto setzen

Für Couplink-Vorstand Tonne wiederum ist das gleichsam die Aufgabe, die eigene Telematik-Lösung beispielsweise in Android Auto zu integrieren – beziehungsweise eine entsprechende Zulassung von Google zu bekommen. Für ihn steht außer Frage, dass die Telematiklösungen von Drittanbietern eine zunehmende Integration ins Fahrzeug brauchen.

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