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KEP-Kongress: Paketdienste: Innovationen zur letzten Meile

Was passiert bis 2030 auf der letzten Meile? Auf dem KEP-Kongress referieren am 26. April 2017 in Nauen bei Berlin Experten über künftige Zustelloptionen. Diskutieren Sie mit, am Ende des Artikels geht´s zur Anmeldung.

Der E-Commerce boomt und damit steigt die Zahl der Paketsendungen Jahr um Jahr. Laut einer Marktuntersuchung des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik (BIEK) wurden 2016 rund 12 Prozent mehr Pakete ausgeliefert als im Jahr davor. Schon jetzt kommen Innenstädte verkehrstechnisch an ihre Grenzen. Doch was passiert bis 2030 auf der letzten Meile?

Technische Trends

Die technischen Trends auf der letzten Meile werden sich in den nächsten 15 Jahren verändern. Autonome Fahrzeuge wie selbstfahrende Lkw, Roboter oder Flugdrohnen werden einen Beitrag zur Entlastung der Innenstädte leisten können. Das ist nur ein Ergebnis der ZF-Zukunftsstudie 2016. Mehr dazu erfahren die Teilnehmer des KEP-Kongresses 2017 von Prof. Dr.-Ing. Uwe Clausen, vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) und Mitautor der Studie. Der gebürtige Düsseldorfer ist ein echter Experte in Sachen Transport und Logistik. Er leitete ein Projekt Logistik für die Deutsche Post AG und war als European Operations Director bei Amazon.com tätig. Seit 2001 ist er Institutsleiter des Fraunhofer IML.

Der Kongress, der unter der Überschrift „Letzte Meile – Experimentierfeld für Zustelloptionen und Innovationen steht“, wird sich aber auch mit dem Thema "Nachhaltige Stadtlogistik durch KEP-Dienste“ beschäftigen. Dazu stellt Marten Bosselmann, Geschäftsführer des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik (BIEK), die Ergebnisse der aktuellen Studie vor. Der Rechtsanwalt führt seit 2008 die Geschicke des Branchenverbandes, der die Unternehmen DPD, GLS, GO!, Hermes und UPS vertritt.

Die Branche muss sich den Kundenwünschen anpassen

Die Frage, wie das private Bestellverhalten die letzte Meile beeinflusst, wird Horst Manner-Romberg, Geschäftsführer der MRU aus Hamburg, beantworten. "Die KEP-Dienste müssen sich zunehmend den individualisierenden Anforderungen der Kunden anpassen", sagt er. Manner-Romberg ist seit mehr als 20 Jahren in der KEP-Branche tätig. Mit seiner Publikation "KEP-Meldungen" informiert er seither Monat für Monat über Nachrichten aus dem In- und Ausland. Die von ihm 1992 gegründete MRU eine Unternehmensberatung, die sich ausschließlich auf den Markt der Kurier-, Express-, Paket-, und Postdienste spezialisiert hat.

Kep Tage 2017

Zu Wort kommen wird mit Andreas Schumann, Vorsitzender des Bundesverbandes der Kurier-Express-Post-Dienste (BdKep), ein weiterer echter KEP-Experte. Schumann, der dem Branchenverband seit 2014 vorsteht, ist Spezialist in den Themengebieten Digitalisierung und Standardisierung. "Die Digitalisierung hat schon viele Branchen von Grund auf umgekrempelt", sagt Schumann, so auch die KEP-Branche. Der Gründer und Chef der InternetPOST AG gilt als ausgesprochener Experte und wird sich daher auf dem Kongress mit der Frage "Wie geschieht künftig Wertschöpfung auf der letzten Meile?“ auseinandersetzen.

Automatisierte Prozesse

Das Thema Digitalisierung führt wiederum zum Thema Vernetzung. Dazu wird Stefan Maurer, Head of Future Transportation von Mercedes-Benz Vans, erläutern, wie sich Transporter der Zukunft durch automatisierte Prozesse und intelligente, ganzheitliche Systeme die Arbeitsabläufe beschleunigen lassen. Der Diplom-Maschinenbau Ingenieur und Zukunftsexperte stellt den Teilnehmern mit dem adVANce den KEP-Transporter von morgen aus dem Hause Daimler vor. Bei diesem Konzept übernimmt der Van die Beladung vollautomatisch und ermöglicht vom Fahrzeugdach aus eine Zustellung per Lieferdrohne.

Der KEP-Dienstleister DPD beschäftigt sich ebenfalls mit der Zustellung von morgen und will noch in diesem Jahr autonome Fahrzeuge zur Unterstützung der Paketboten einsetzen, um herauszufinden, inwieweit sich diese entlasten lassen. Redner ist Gerd Seber, Group Manager Sustainability & Innovation. Er führt beim Kongress aus, wie beispielsweise automatische Parkpiloten die Zustellung erleichtern oder autonome Mini-Transporter für die Zustellung in Fußgängerzonen zum Einsatz kommen könnten.

So ticken Onlinehändler

Und was wünscht sich eigentlich der Onlinehandel von KEP-Diensten auf der letzten Meile? Toralf Schneider, Geschäftsführer und Gründer von saftoo.de, Anbieter von Fruchtsäften, wird als Urgestein des E-Commerce aus dem Nähkästchen plaudern und verraten, wie Onlinehändler ticken. Dabei spielt bei ihm die konsequente Integration professioneller Dienstleister eine ebenso große Rolle wie die Qualität der Produkte.
Teilnehmer des Kongresses haben außerdem zu jederzeit die Gelegenheit, die Experten anzusprechen und sich mit den Kollegen zu vernetzen. Die Teilnahme am Kongress ist kostenpflichtig: Standardpreis (499 Euro netto zzgl. MwSt.) und Mitglieds-/Abonnentenpreis (449 Euro netto zzgl. MwSt.) für trans aktuell-Abonnenten, DEKRA-Mitglieder und Mitglieder der Branchenverbände BIEK und BdKEP. Weitere Informationen und Anmeldung unter KEP-Kongress 2017.

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Kostenlos herunterladen Hier finden Sie das komplette Programm. (PDF)

Autor

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Thomas Küppers

Datum

3. März 2017
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