Fahrernotstand und Ladungsdiebstahl

eurotransport TV | Meldungen

11.04.2019

Die Meldungen aus der dritten Sendung eurotransportTV - kompakt zusammengefasst.

IRU warnt vor Fahrer-Notstand

Die Internationale Straßen Union, IRU, europäischer Dachverband der Transportverbände, warnt vor einem akuten Fahrermangel in Europa. Ein Fünftel der Fahrerstellen sind demnach nicht besetzt. Alleine in Deutschland könnten bis Hofzum Jahr 2027 rund 185.000 Lkw-Fahrer fehlen. Als Quelle für die Daten nennt die IRU Umfragen innerhalb der europäischen Transportbranche. Danach sei inzwischen selbst in Osteuropa ein schwindendes Interesse am Fahrerberuf festzustellen. Als Hauptursache nennt ein Großteil der befragten Fahrer das schlechte Image des Gewerbes und das jahrelange Scheitern, Frauen für den Beruf zu gewinnen. Das bestätigen laut IRU Daten des Weltverkehrsforums, wonach der Anteil von Frauen im Transportgewerbe europaweit bei gerade mal zwei Prozent liegt.

Hoffnung auf den Nachwuchs

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Neuverträge für die dreijährige Ausbildung zum Berufskraftfahrer in Deutschland ebenso gestiegen wie die Teilnahme an den geförderten Maßnahmen zum EU-Berufskraftfahrer. Das geht aus einer aktuellen Erhebung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, DIHK, hervor. Danach stieg die Zahl von 3.286 Ausbildungsverträgen im Vergleichsjahr 2017/2018 auf nun knapp 3.700. Ebenfalls positiv fällt der Trend bei der überwiegend von der Arbeitsagentur geförderten, mehrmonatigen Umschulung zum EU-Berufskraftfahrer aus. Hier stieg die Zahl der Teilnehmer von 17.506 im Jahr 2017 auf 19.329 Teilnehmer im vergangenen Jahr an. Allerdings hat sich die Quote der bestandenen Prüfungen um 1,5 Prozent auf nun unter 80 Prozent verschlechtert.

Erstmals gesicherte Zahlen zu Ladungsdiebstahl

Jährlich werden Ladungen aus rund 26.000 Lkw gestohlen, der Gesamtschaden beläuft sich ohne Ausfallkosten und Reparaturfolgen auf etwa 1,3 Milliarden Euro. Laut Statistik schlagen die meist in kriminellen Banden organisierten Täter in Deutschland etwa alle 20 Minuten zu. Das sind Zahlen der „Arbeitsgemeinschaft Diebstahlprävention in Güterverkehr und Logistik“, die jetzt erstmals in Berlin vorgestellt wurden. Bislang gab es zum Ausmaß des Frachtdiebstahls nur Schätzungen, weil seitens der Polizeibehörden keine amtlichen Statistiken geführt werden. Die neugegründete Arbeitsgemeinschaft will die Sicherheit der Transportlogistik insbesondere durch höhere Sicherheitsstandards und Investitionen in Ortungstechnik, Diebstahlwarnanlagen, Wegfahrsperren und Sicherheits-Parkplätze erhöhen.

Die Themen im neuen FERNFAHRER

In der Titelgeschichte der Ausgabe 05/2019 geht es diesmal um die sich zuspitzende Diskussion über Zusatzbeleuchtungen an Lkw. Eine Anweisung aus dem baden-württembergischen Verkehrsministerium zu schärferen Kontrollen führt nicht nur zu einem breiten Unmut unter den Lkw-Fahrern, sondern bedroht mittelfristig sogar die deutsche Truck-Festival-Szene. Insider beklagen, dass es der Gesetzgeber in den vergangenen Jahren versäumt hat, zur Frage der Zusatzbeleuchtung eine moderne Überarbeitung der Gesetze auf den Weg zu bringen. Einen Vorschlag von FERNFAHRER, gemeinsam in den Dialog zu treten, hat der baden-württembergische Verkehrsminister abgelehnt.

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