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Volvo FH 500 15 Bilder Zoom
Foto: Karl-Heinz Augustin

Volvo FH 500

Bestseller aus Schweden im Test

Der 500er ist der meistverkaufte Volvo FH in Deutschland. Er zieht wie der sprichwörtliche Ochse, gibt sich bei Durst und Leergewicht genügsam und fährt wie Gott in Frankreich.

Eine Frage stellt sich vielen Volvo-Kunden nur selten: FH oder FM? Denn wer einen schweren Volvo kauft, der hat den FH im Sinn. Obwohl der preislich günstigere FM die annähernd gleiche Technik nutzt, mehr Varianten bietet und obendrein zum erlauchten Kreis der Nutzlastkönige zählt, ohne dabei auf Ausstattung oder Komfort zu verzichten. Dennoch macht der FH von den rund 6.000 in Deutschland verkauften schweren Volvo den Löwenanteil aus: mit fast 5.500 Einheiten im Jahr 2016. Bestseller im FH-Programm ist der üppig motorisierte 500er. Was trefflich beweist, dass Volvo-Kunden auch Transportleistung lieben. Und zudem verständlich macht, warum Volvo – abgesehen vom FH 16 – im FH nur den 12,8 Liter großen D13 und nicht den rund 150 Kilogramm leichteren D11 mit 10,8 Liter Hubraum liefert. Damit bleiben für den FH genau vier in 40-PS-Schritten gestaffelte Leistungsstufen von 420 bis 540 PS.

FH 500 zieht 40 Tonnen mit Bravour

Zum Test kam der FH 500 diesmal ohne Doppelkupplungsgetriebe und ohne Einzelradaufhängung, zu der auch eine äußerst exakte Zahnstangenlenkung samt Luftfederung gehört. Aber mit der leichtgängigen Lenkung "Dynamic Steering" und in der sogenannten Light-Version, die reichlich Nutzlast verspricht und das Leergewicht der Sattelzugmaschine trotz größtem lieferbarem Fahrerhaus (Globetrotter XL) und D13-Motor Richtung sieben Tonnen (lastauto omnibus-Spezifikation, siehe technische Daten) drückt. Etwas verwirrend sind die Angaben für Leistung und Drehmoment. 500 steht auf der Flanke der Sattelzugmaschine, 500 PS zeigt auch das Typenblatt. Aber 510 PS versprechen Angaben auf der Homepage. Ähnliches beim Drehmoment: mal sind es 2.500, mal 2.550 Nm. Wie dem auch sei – dem Kunden soll es egal sein, die kleinen Differenzen haben in der Praxis keine Bedeutung. Zumal der FH 500 bestens zieht und 40 Tonnen mit Bravour bewegt.

83,6 km/h ergab sich als Durchschnittsgeschwindigkeit, was exakt mittig zwischen dem 460er- und dem 540er-FH liegt. Und sich auch mit den Messergebnissen vergleichbarer Sattelzugmaschinen deckt. Tendenziell aber sinken die mittleren Geschwindigkeiten auf der Teststrecke seit einigen Jahren, was letztlich in den vorausschauenden Tempomaten seine Ursache hat. Der Einfluss dieser verbrauchssparenden Helfer ist auf der topografisch anspruchsvollen Teststrecke allerdings relativ klein – beim Verbrauch und auch beim Tempo. Die größten Verbesserungen (bis zu fünf Prozent beim Verbrauch versprechen die Hersteller) erreichen diese Systeme auf Strecken mit vielen kleinen und moderaten Anstiegen. Fast keine Verbesserungen ergeben sich auf flachen Autobahnen. Die lastauto omnibus-Messstrecke mit wenigen langen (bis zu zehn Kilometer) und bis zu 5,5 Prozent starken Anstiegen liegt beim Einsparpotenzial im unteren Drittel. Aller Erfahrung nach ergeben sich hier maximal 1,5 Prozent Verbrauchseinsparung gemessen an einem guten Fahrer mit Streckenkenntnis.

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Dieser Artikel stammt aus Heft lastauto omnibus 10/2017.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.

Autor

Datum

11. Oktober 2017
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