Mercedes Atego 1530 Kipper Baustelle Lkw 6 Bilder Zoom
Foto: Michael Kern

Mercedes Atego 1530 K

Mittelklasse-Kipper im Test

Wie wäre es mal eine Nummer kleiner, aber mit 20 PS pro Tonne? Der Atego 1530 K macht vor, wie mächtig Spaß auch in der Kipper-Mittelklasse zu haben ist.

Von unscheinbarer Gestalt ist er. Schaut stillvergnügt drein, als könne er kein Wässerchen trüben. Und hat’s doch faustdick hinter den Ohren. Zumindest als Solofahrzeug: 299 PS aus 7,7 Liter Hubraum – das macht knapp, um Haaresbreite drunter nur, den Wert von 20 PS pro Tonne. Das ist so, als hätte ein Vierachser 640 PS. Ein fixes Kerlchen also, der Atego 1530 K. Am Berg, da fährt er all die gewaltigen Arocs mit ihren 32 oder 40 Tonnen in Grund und Boden. Freilich ist seine Mission ja auch eine ganz andere. Garten- oder Landschaftsbau und dergleichen wird das Metier in aller Regel heißen, das er ausübt. Und da kann es nicht schaden, auf der Kurzstrecke als ausgeprägter Sprinter von übrigens erlesener Wendigkeit unterwegs zu sein. Mit gerade mal 13,10 Meter als Wendekreis, da dreht der Kipper-Benjamin ja fast schon auf dem Handteller.

Atego eifert dem Actros nach

Und der Einstieg ist ein Traum für jeden, der sich schwertut mit dem Klettern. Ganz ebenerdig spaziert es sich zwar doch nicht hinein in die gute Stube namens "S-Fahrerhaus verlängert". Aber was sind schon zwei so klitzekleine Stufen? Die eine knapp 40 Zentimeter überm Grund, die andere dann knapp 30 Zentimeter drüber. Nur noch 35 Zentimeter höher wartet der Fahrerhausboden schon drauf, dass der Fuß Tritt fasst und der Pilot Platz nimmt. Verschafft der sich einen ersten Überblick im aktuellen Mittelklässler-Gehäuse, dann kann’s passieren, dass er sich auf eine kleine Zeitreise in die Ära des Actros 3 geschickt fühlt. Vom Türmodul über die Lüftungskugel für die Seitenscheibe bis hin zum Grundriss des Armaturenträgers: All diese Dinge hat der Atego einst mit dem Actros brüderlich geteilt und trägt diese Garderobe auch heute noch auf.

Ist er also so eine Art Aschenputtel? Altklug gar? Mitnichten: Braucht er doch ganz bestimmt keine asymmetrische Inneneinrichtung, die das Fahrerhaus in Arbeitsplatz und Wohnwelt unterteilt. Da ist die symmetrische Anlage der Armaturen, wie sie der Actros in zweiter und dritter Generation pflegte und die den Atego heute noch prägt, klar die angemessenere Lösung. Sonst eifert der Kleine dem großen Bruder so tüchtig nach, wie er’s halt kann. Das zeigt sich draußen an der Front gleich einmal im Lochgitter für den Grill sowie im angeschnittenen Stern. Drinnen geht‘s weiter mit einer Instrumententafel, die zwar keine echte Tuben beherbergt, aber zumindest so tut als ob. Die Schalter kommen in der Mehrzahl so filigran daher wie im Actros von heute.

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FERNFAHRER Lastauto Omnibus trans aktuell
Dieser Artikel stammt aus Heft lastauto omnibus 03/2018.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.

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Datum

10. März 2018
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