Spedition, FF 10/2017, Gutske, Rostock. 11 Bilder Zoom
Foto: Jan Bergrath

Spedition Gustke in Rostock

Attraktiver Arbeitgeber mit innovativen Konzepten

Eine moderne Lkw-Flotte, ein Nutzfahrzeugzentrum und neuartige Konzepte zur Aus- und Weiterbildung: Gustke in Rostock ist nach spannender Geschichte heute ein sehr attraktiver Arbeitgeber.

Die spannende Chronik der nunmehr bereits 84 Jahre alten Spedition Gustke aus Rostock ist in der professionell gemachten Internetpräsenz nachzulesen – und sie zeigt eine höchst wechselvolle Geschichte. 1933 durch Heinrich Gustke als regional tätiges Transportunternehmen just zum Ende der Weimarer Republik in Deutschland gegründet, wurde der kleine Fuhrpark nach dem Ende des 2. Weltkriegs von der Roten Armee enteignet. Mit umgebauten Wehrmachtslastwagen begann schon ein Jahr später der Neuanfang. Von 1971 bis nach der Wende führte dann zunächst Manfred Gustke den väterlichen privaten Betrieb unter schwierigen Bedingungen in der DDR.

Mit dem Einstieg von Stephan Gustke im Jahr 1991 – beim Stand von acht eigenen Lkw und zwölf Mitarbeitern – begann schließlich in der dritten Generation die Entwicklung zu einem der heute modernsten und innovativsten Logistik- und Speditionsunternehmen an der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern.

Werkstatt trägt viel zum Umsatz bei

Dreh- und Angelpunkt vieler Aktivitäten ist der Massenguthafen von Rostock. Bis auf Papier, das zum Weitertransport per Schiff aus Finnland ankommt, beträgt der Aktionsradius für die reinen Transporte mit den heute 110 Lkw jedoch nur 180 Grad. Nach und nach baute Gustke mit seinem Team vor allem die Logistikkapazitäten im Hafenbereich und im Güterverkehrszentrum (GVZ) Rostock aus und wurde Gesellschafter der Stückgutkooperation 24plus-Systemverkehre. 2013, zum 80-jährigen Firmenjubiläum, übernahm Gustke eine Lkw-Markenwerkstatt im Hafenvorgelände Ost und baute sie zum Nutzfahrzeugzentrum aus, das auch fremden Firmen offensteht. Im Detail zeigt sich dort, wie wichtig der Fahrer an sich in der gesamten Unternehmensphilosophie ist: Es stehen nicht nur Ruheräume zur Verfügung, sondern auch Kleinwagen für den Transfer von der Werkstatt nach Hause. "Die Werkstatt trägt heute zu einem erheblichen Teil zu unserem Umsatz bei", sagt Stephan Gustke, "wir sind dabei eine sogenannte Regiewerkstatt von Mercedes-Benz und MAN." Diese beiden Marken teilen sich auch den attraktiven Fuhrpark im Nah-, System-, Linien- und Fernverkehr.

Alle Fahrzeuge sind gekauft, die Zugmaschinen bleiben in der Regel bis zu sechs Jahre im Einsatz, die Auflieger für die unterschiedlichen Transportaufgaben natürlich etwas länger. Grundsätzlich ist Gustke immer auf der Suche nach neuen technischen Lösungen: 2011 kam der erste Hybrid-Lkw, ein Atego 1222 L, für den Nahverkehr und seit Mai 2015 pendelt ein Lang-Lkw, ein Sattelzug mit Tandemhänger, zweimal am Tag zwischen Rostock und Hamburg. Dort holt er Lebensmittel für Tankstellen in Mecklenburg-Vorpommern, die in Rostock im sogenannten Cross Docking sofort auf die 7,5- oder 12-Tonner umgeschlagen und in der Fläche verteilt werden. "Wir haben uns bewusst für den Typ 2 aus dem Regelbetrieb für Lang-Lkw entschieden", erzählt Gustke. "Denn wenn es in Hamburg nicht genug Fracht gibt, können wir den Anhänger einfach stehen lassen. Leider ist dieser Typ zeitlich befristet, sodass wir wohl bald eine andere Variante einsetzen müssen."

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Spedition, FF 10/2017, Gutske, Rostock.

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FERNFAHRER Lastauto Omnibus trans aktuell
Dieser Artikel stammt aus Heft FERNFAHRER 10/2017.
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Datum

18. September 2017
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