Alles über trans aktuell Fehrenkötter-Test
Gebrüder Recker Zoom
Foto: Thomas Küppers

Datenabgleich durch neue IT-Lösungen

Sieben auf einen Streich

Telematik von Openmatics schafft bessere Vergleichbarkeit – doch Mischfuhrparks stellen Herausforderung dar.

Beim trans aktuell-Fehrenkötter-Test geht es um Vergleichbarkeit. Um diese über die verschiedenen Lkw-Modelle und -Hersteller zu erreichen, haben die Tester tief in die Trickkiste gegriffen. Und das, obwohl die meisten der Fahrzeuge bereits von Haus aus eine eigene Telematikeinheit mit an Bord haben. Doch trotz aller scheinbaren Standards zeigen sich die Abweichungen im Detail. Um vergleichbare Daten zu bekommen, hat der Telematik-Spezialist ZF Openmatics in jeden der sieben Probanden eine eigene Blackbox eingesetzt. Nur auf diese Weise ist gewährleistet, dass die Echtzeitdaten aus den Fahrzeugen den Testern einheitlich und in einer Güte zur Verfügung stehen. Diese Daten reichen von der GPS-Position über das Fahrverhalten, über Informationen zum Fahrzeug bis hin zu den Sozialdaten der Fahrer. Letzteres aus einem einfachen Grund: Schließlich handelt es sich beim trans aktuell-Fehrenkötter-Test um einen Feldversuch mitten im speditionellen Alltag, wenn auch die obligatorische Testrunde als Korrektiv natürlich nicht fehlen darf. Im Echtbetrieb, mit jeweils einem fest zugeordneten Fahrer je Lkw, kommt der Fahrstil jedoch viel stärker zum Tragen. Darüber hinaus gilt es auch die Einsatzschwere zu beurteilen, um Verzerrungen auszuschließen. Alles Features, die Openmatics mitbringt.

App-Shop zum Mitmachen

Wobei man fairerweise sagen muss, dass bei dem Test längst nicht alle Möglichkeiten der Telematiklösung ausgeschöpft wurden. So besteht das Openmatics-System nicht nur aus einer standardisierten On-Board-Unit (OBU) für die Fahrzeuge sowie dem webgestützten Software-Webportal für die Datenauswertung. Der eigentliche Clou ist der App-Shop, der als Vertriebsplattform für Applikationen (Apps) dient. Denn im Gegensatz zu den in der Regel proprietären Ansätzen anderer Telematiklösungen, die sich jeweils nur um ein spezielles Problem der Spediteure kümmern und nicht erweiterbar sind, verfolgt Openmatics ein offenes und dadurch flexibles Konzept.Daher gibt es in dem App-Shop auch nicht nur Anwendungen von Openmatics. Im Gegenteil: Mithilfe eines Software Development Kits (SDK) ist es möglich, eigene Apps für die Openmatics-Plattform zu entwickeln. Diese werden dann über den App-Shop von Openmatics an die Speditionen vertrieben.

Ein schönes Beispiel hierfür ist die App Order+. Dabei handelt es sich um ein System, welches  auf der mobilen Telematiklösung der Spedion App basiert. Diese unterstützt die Optimierung der Bereiche Fahrzeugauslastung und Auftragsmanagement, Eco-Driving, Lenk- und Ruhezeiten sowie Tacho-Download. Mit Order+ wird der Informationsfluss zwischen Fahrer und Disponent effizient und komfortabel. So können die Fahrer etwa vordefinierte oder auch freie Textnachrichten inklusive Anhänge wie Fotos zur Dokumentation und Unterschriften versenden. Auch der aktuelle Auftragsstatus kann so an die Disposition übermittelt werden – und im Gegenzug gibt es  neue Aufträge.

Zu guter Letzt ist die Telematik-Lösung von Openmatics dank Order+ gleich auch noch mit einer Vielzahl an Transport-Management-Systemen (TMS) verbunden. So braucht der Disponent nicht zwischen den Anwendungen hin und her wechseln. Wenn man so möchte, auch ein Griff in die Trickkiste. Denn warum das Rad neu erfinden, wenn es schon eine Lösung gibt. Eben das macht die Telematik von Openmatics aus.

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Dieser Artikel stammt aus Heft trans aktuell 07/2016.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
Portraits

Datum

24. März 2016
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