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Foto: ETM

DAF XF 460 FT

Rolf Häuser testet Super Space Cab

Als Rolf Häuser im November seinen Lkw übernommen hatte, gab es ein Problem, das er mit dem Fuhrparkleiter lösen konnte.

Der weiß-rote XF 460 FT mit Super Space Cab fällt vor der weiß-blauen Flotte der Spedition Höhner etwas aus dem Rahmen. Der DAF gehört zu den zehn Lkw von Halstrick Transport aus Ransbach, die 2012 von Höhner übernommen wurden und gemeinsam mit den 46 Zügen aus Weyerbusch disponiert werden. Sie laufen im festen Einsatz für einen Kunden, der Hygieneartikel produziert. "Wir fahren mit deren Produkten auf festen Routen raus und bringen Zellstoff und Altpapier wieder zurück. So bin ich fast jeden Tag wieder zu Hause", erzählt Rolf Häuser. Er ist gelernter Kfz-Mechaniker, hat seinen Lkw-Führerschein bei der Bundeswehr gemacht und arbeitete ein Jahr in seinem Beruf, bevor er 1987 seine lange Karriere als Fernfahrer bei einer Spedition in Krefeld begann. Diese wurde bald von einem Unternehmen aus Polch übernommen.

Rolf Häuser ist begeistert vom großen Fahrerhaus

"Danach war ich 27 Jahre mit einem Volumenzug im internationalen Fernverkehr unterwegs und habe in dieser Zeit vom SK bis zum Actros die gesamten Lkw-Baureihen von Mercedes-Benz gefahren – bis meine Firma vergangenes Jahr wieder an eine größere Spedition verkauft wurde. Als die Arbeitsbedingungen für mich dort nicht mehr tragbar waren, bin ich über Mundpropaganda zur Spedition Höhner gewechselt. Die Chemie hat sofort gestimmt."

Seinen DAF hat Rolf beim Stand von 108.000 Kilometern übernommen. "Ein ganz anderes Fahrgefühl für mich", sagt er. "Das Fahrerhaus ist das größte, das ich je gefahren habe. Und alles ist so ergonomisch um den Fahrer gebaut. Nur im Eco-Modus hatte ich sofort Probleme. Ich bin zu unserem Fuhrparkleiter, der ist mein Auto selber gefahren. Jetzt bin ich mit neuem Schwung unterwegs."

Interview mit Rolf Häuser

Welche guten Eigenschaften kannst du nennen?

Der DAF ist für mich als Fahrer sehr übersichtlich. Alles, was du während der Fahrt brauchst, ist leicht erreichbar. Aber noch mehr als der Lkw gefällt mir der Service der Werkstatt, wenn es ein Problem gibt. Du fährst dort hin und kommst dran. Das kannte ich bislang gar nicht.

Welche schlechten Eigenschaften?

Bis auf ein Problem mit der Automatik bislang nichts. Ich habe den Lkw in einem Topzustand übernommen und so soll es auch bleiben.

Schon mal gravierende technische defekte gehabt?

Ja. Im Eco-Modus hat die Automatik am Berg ständig rauf und runter geschaltet, die Drehzahl fiel auf 1.000 Umdrehungen pro Minute. Auf vier Kilometer hat die Automatik bis zu acht Mal geschaltet. Das war wirklich nervig. Nachdem sich unser Fuhrparkleiter intensiv mit dem Problem, das auch bei sieben anderen DAF unsere Flotte auftrat, beschäftigt hatte, wurde bei der Vertragswerkstatt Erasmus Schreiber in Mülheim-Kärlich eine neue Software aufgespielt. Jetzt zieht er durch. Und ich bin mit neuem Schwung unterwegs.

Nimmt die Fuhrparkleitung euer Feedback ernst?

Und wie. Bei meiner alten Firma habe ich einen Zettel abgegeben, wenn etwas am Lkw war und ewig gewartet, bis was gemacht wurde. Hier wird sofort reagiert. Als ich das Problem mit der Automatik hatte, dachte ich zuerst, es liegt an mir. Aber es wurde nicht besser. Als ich es Matthias Hassel dann schilderte, ist er sofort selber eine Woche mit dem Lkw gefahren. Er erzählte mir später wie gesagt auch, dass sieben andere DAF aus der Flotte dasselbe Problem hätten.

Was war die am meisten überraschende Erkenntnis?

Ich habe in den vergangenen 27 Jahren noch nie in einem so großen Fahrerhaus gesessen, das zudem so ergonomisch um den Fahrer herum konzipiert ist. Als ich die erste Tour gefahren bin dachte ich, ich sitze in einem Bus. Die Federung ist absolut top. Du könntest deinen Kaffee stehen lassen, ohne dass etwas rausschwappt.

Was sollte DAF in Zukunft verbessern?

Für mich gibt es nur zwei Punkte: zum einen ist es der Halter für eine große Getränkeflasche. Der ist sehr weit hinten positioniert, deswegen kommt man unterwegs nicht so gut ran. Zum anderen die beiden Außenstaufächer. Als ich den Lkw übernommen hatte, dachte ich spontan, was hat der für eine große Klappe. Und dann habe ich sie aufgemacht und war doch ziemlich enttäuscht, wie klein der Stauraum dort wirklich ist.

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Dieser Artikel stammt aus Heft FERNFAHRER 06/2017.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.

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Datum

14. Mai 2017
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