ZF, Freudenberg und Flixbus

H2-Fernbus bis 2024

Foto: Freudenberg Sealing Technologies

Mit dem Forschungsprojekt HyFleet wollen ZF, Freudenberg, Flixbus und ein nicht namentlich bekannter europäischer Bushersteller gemeinsam bis 2024 einen Fernbus mit Brennstoffzelle auf die Räder stellen. Am Ende sollen die Ergebnisse auch auf schwere Lkw übertragbar sein.

ZF, Freudenberg, Flixbus und ein nicht namentlich bekannter europäischer Bushersteller starten gemeinsam in das Forschungsprojekt HyFleet, dessen Förderung das Bundesverkehrsministerium bereits in Aussicht gestellt hat. Ziel ist es, bis 2024 ein Brennstoffzellensystem für Reisebusse im Fernlinienbetrieb zu entwickeln. Ein laut der Partner anspruchsvolles Unterfangen, da hier mehr als 100.000 Kilometer pro Jahr die Regel sind und die Zwischenstopps im Interesse der Passagiere kurz gehalten werden müssen. Die im Fokus stehende Lösung daher: eine Brennstoffzelle, die mit einem E-Antrieb und einem Batteriespeicher zu einem hybriden Antriebsstrang kombiniert wird.

Freudenberg wird innerhalb des Projekts in Zusammenarbeit mit ZF ein langstreckentaugliches Brennstoffzellensystem realisieren, das dann direkt in einem Reisebus des beteiligten Busherstellers erprobt wird. Erforscht werden soll dabei unter anderem, wie Batterie, Brennstoffzelle und Kühlsystem im besten Fall dimensioniert sein sollten. "Freudenberg wird seine jahrzehntelange Brennstoffzellenexpertise auf Komponenten- und Systemebene in das Projekt einbringen", so Claus Möhlenkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung von Freudenberg Sealing Technologies. Wilhelm Rehm, Mitglied des ZF-Vorstandes und verantwortlich für Nutzfahrzeugtechnik und -steuerungssysteme, ergänzt: "Künftig wird die Brennstoffzelle aufgrund ihrer Reichweite und schnellen Betankungszeiten eine wichtige Rolle in der E-Mobilität für schwere Nutzfahrzeuge spielen."

Auch André Schwämmlein, Mitgründer und CEO der Flixbus-Mutter FlixMobility, zeigt sich überzeugt: "Die Brennstoffzellentechnologie wird einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende leisten – und sie gibt etwa Busherstellern die Chance, die Zukunft des Reisens aktiv mitzugestalten." Sein Unternehmen will die Sichtweise eines globalen Mobilitätsanbieters mit mehr als 4.000 Fernbussen im Linienbetrieb in das Projekt einbringen.

Forschung für alle Heavy-Duty-Segmente

Allein auf den Reisebus wollen sich die Partner allerdings schon zu Beginn des Projekts nicht beschränken. Laut der Angaben der Unternehmen lege man Wert darauf, dass die erzielten Ergebnisse auf alle Heavy-Duty-Segmente übertragbar sind, insbesondere auf den Güterverkehr mit schweren Lkw. Reisebusse könnten laut Freudenberg aber eine Vorreiterrolle beim Umstieg auf die Wasserstoffmobilität spielen. Mit den Fernreisebussen nämlich wäre eine entsprechende Infrastruktur entlang der meistbefahrenen Autobahnen zuverlässig ausgelastet.

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