VW T1 und T2

Ein Methusalem verabschiedet sich

VW Bulli in Brasilien Foto: Hanno Boblenz 29 Bilder

Der letzte VW Bulli ist im Dezember in Brasilien vom Band gelaufen. 56 Jahre lang wurde der Bus noch gebaut - zuletzt als T2.

Er war der Transporter schlechthin: 56 Jahre lang wurden die Modellreihen T1 und T2 des legendären VW Bus in Brasilien gebaut. Insgesamt 1,12 Millionen Kombis und Transportern machten Millionen von brasilianischen Kleinunternehmern mobil, fanden ihren Weg in alle Arten von Flotten.

2013 wurden noch 26.000 T2 gebaut

26.000 Autos pro Jahr wurden zuletzt noch im VW-Werk Anchieta in Sao Paolo gebaut. Zusammengeschraubt wurden sie wie schon vor 50 Jahren, von Hand. Am Bulli-Band zischen keine Roboter hin und her, nirgends sprühen Funken. Stattdessen kriechen Gruppen von Arbeitern in die Rohkarosse, verrenken sich, um Lenkung, Sitze oder Elektrik zu montieren.

Sechs Stunden dauert der arbeitsintensive Durchlauf, bis der fertige Bulli aus der Werkshalle fährt. "Die Produktion ist so altmodisch wie das Auto", bestätigt Werksleiter Sowade. "Aber die Technik erlaubt keine Automatisierung." Ganz grobe Patzer gleichen die Arbeiter der Endkontrolle aus. Sie wissen genau, wo sie hinschauen müssen, klopfen Dellen raus, biegen Krummes gerade. Was nicht passt, wird passend gemacht, notfalls mit Nachdruck. Schließt die Tür nicht, muss man sich eben dranhängen und die Scharniere in Form bringen.

Neupreis: 15.000 Euro

Zum Stückpreis von umgerechnet knapp über 15.000 Euro gab es Einfachsttechnik: keine Heizung, keine Servolenkung, kein Radio, keine elektrischen Fensterheber, aber eine Tonne Nutzlast. Und das ist letztlich was zählt in Brasilien. Ginge es nach VW, würde die Produktion noch weiterlaufen. Doch ab 2014 brauchen Neufahrzeuge in Brasilien ABS und Airbag – und die lassen sich in der Uralt-Karosse einfach nicht unterbringen. Deshalb heißt es nun bye bye Bulli. Zum Abschied lud VW zu einem Bullitreff nach Sao Paolo ein, und über 100 T1 und T2 aus ganz Brasilien kamen. Klicken Sie durch die Bildergalerie, um die bunte Menge zu sehen.

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