Updates over the air

Neue Technik erobert auch die Lkw

volvo funkwelle Foto: Volvo Trucks North America

Was im Pkw-Bereich schon möglich ist, hält nun in Nutzfahrzeugen Einzug. Künftig lassen sich über eine Mobilfunkverbindung Software-Updates aufspielen und Funktionen freischalten. Das bietet viele Möglichkeiten – birgt aber auch Risiken.

Die Möglichkeit, bestimmte Funktionen oder sogar ganze Fahrzeuge per Mobilfunkverbindung aus der Ferne abzuschalten, ist nicht neu: Gemietete Baumaschinen können nach einer bestimmten Anzahl an Betriebsstunden stillgelegt werden, Lkw lassen sich per Geofencing blockieren, etwa wenn sie eine Grenze erreichen, die sie nicht überfahren sollen. Schon bald wird die Technik noch anders genutzt, denn jeder Werkstattaufenthalt des Lkw kostet den Spediteur Zeit und damit Geld. Wäre es nicht sinnvoll, zumindest Software-Updates während der Fahrt aufzuspielen, ganz ohne Werkstattbesuch? Dieser Gedanke war einer der Treiber bei der Entwicklung von per Mobilfunk „over the air“ übertragenen Updates, kurz OTA-Updates.

OTA-Updates für die neuen MAN

In der neuen Lkw-Generation von MAN werden Kunden schon im kommenden Jahr bestimmte Software-Updates per Mobilfunkverbindung herunterladen können. Zurzeit befindet sich MAN in der Serienentwicklung der Funktion. Ziel sei, dass alles, was heute noch in der Werkstatt mit dem Laptop gemacht wird, künftig drahtlos per Mobilfunk erledigt werden kann. Dazu zählt beispielsweise das Aufspielen von Sprachpaketen, neuen Multimediafunktionen oder Updates für den Tempomaten; später lassen sich auch Hardwarefunktionen freischalten, beispielsweise ein Fernlichtassistent. Übertragen werden die Daten per Mobilfunk mit 4G/LTE, wobei die Bandbreite keine große Rolle spielt: Die Updates werden im Hintergrund heruntergeladen und zwischengepuffert, auf einen schnellen Download kommt es also nicht an. Je nach Anwendung können die Datenpakete von wenigen Megabyte bis zu mehreren Gigabyte groß sein, etwa bei einer umfangreichen Aktualisierung von Navigationskarten. Tesla war der erste Hersteller, der schon vor Jahren drahtlose Updates ermöglicht hatte. Mittlerweile lassen sich sogar die Leistung, das Ladeverhalten oder die Reichweite per OTA-Update beeinflussen. Besonders interessant: Nicht nur bei Fahrzeugen mit Elektroantrieb kann in die Antriebssteuerung eingegriffen werden, möglich sind auch Änderungen der Motorsoftware bei Verbrennungsmotoren.

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