United Motorcoach Association

Setra zeigt US-Busse in Florida

Foto: Daimler AG

Die Daimler-Marke Setra zeigte auf der Busfachmesse der United Motorcoach Association (UMA) Expo in Fort Lauderdale ihr aktuelles Produktprogramm, das aus zwei Bussen besteht. Mit REV Coach LLC gibt es zum zweiten Mal innerhalb von fünf Jahren einen neuen Vertriebspartner, diesmal wieder im Range eines Generalimporteurs.

Als einer der wenigen europäischen Anbieter exportiert Setra Reisebusse in die USA – neben Van Hool mit ABC als Importeur ist seit einigen Jahren daneben auch Temsa in Amerika tätig, die zeitnah auch einen neuen Importeur verkünden wollen.

Der exklusiv ausgestattete Reisebus der Top-Class der 400er Baureihe ist als US-Variante der europäischen Setra Top-Class seit 2003 äußerlich fast unverändert auf den Straßen in den USA, Mexiko und Kanada unterwegs. Die Mittelklasse-Version der Comfort-Class ist seit 2011 erhältlich, wird aber von den Stückzahlen her kaum eine große Rolle spielen, da sie kaum wesentlich günstiger sein dürfte als der größere Bruder mit dem klassischen Charme der „La Linea", der nochmals von Chromverzierungen unter dem Scheinwerfer komplettiert wurde. Eine Umstellung der Fahrzeuge auf die aktuelle 500er Baureihe dürfte aufgrund der Stückzahlen aber weiterhin keine wirkliche Option für Setra ein.

Beide Ausstellungs-Fahrzeuge, die jeweils 56 Fahrgästen Platz bieten, wurden am Stand des amerikanischen Vertriebspartners REV Coach LLC beziehungsweise fahrend vor der Halle vorgestellt und erfüllen mit dem Mercedes-Benz Motor OM 471 mit einer Leistung von 336 kW (450 PS) und 2.200 Nm an maximalem Drehmoment alle Kriterien der amerikanischen Abgasnorm EPA 10, die 2011 beschlossen und seit 2014 umgesetzt wird. Eine für 2021 diskutierte weitere Verschärfung dürfte unter der Trump-Administration nun nicht mehr allzu drängend sein. Typisch für den nordamerikanischen Markt ist die Allison 6-Gang Wandlerautomatik WTB 500 für die Setra Busse, die in Europa derzeit nur Van Hool optional für seine Reisebusse anbietet.

Neues Glück mit neuem Importeur?

In Nordamerika hatte Daimler Buses unlängst einen wichtigen Schritt unternommen: Seit Januar 2018 ist REV Coach LLC der neue Generalvertreter für Setra Busse in den USA und Kanada, nachdem die glücklose, dreijährige Kooperation mit Marktführer MCI Motor Coach Industries beendet worden war. Ziel sei es, durch eine stärkere Marktpräsenz zusätzliche Absatzpotentiale zu erschließen, zudem hat man mit der traditionellen Struktur eines Generalvertreters wieder mehr Kontrolle über den Vertrieb in dem Land, in dem Busse eigentlich nur als Schulbusse oder Greyhound-Fernlinienbusse bekannt sind. Auch die neuen Flixbusse, die seit einem Jahr massiv den Wettbewerb beleben, sind derzeit noch ohne Stern oder Kässbohrer-K unterwegs.

Positiv zum Absatz beitragen soll auch ein verbesserter Kundenservice: Ab Juli 2018 wird REV Coach auch den After-Sales Service von Setra Bussen übernehmen. Daimler Buses und REV Coach haben im Rahmen ihrer strategischen Partnerschaft zudem vereinbart, weitere Chancen auf dem nordamerikanischen Markt zu prüfen. Die REV Group ist ein führender Hersteller und Händler von Sonderfahrzeugen in den USA und bisher nicht im reinen Reisebusmarkt vertreten.

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