ZF entwickelt ProAI weiter

Robo-Taxis nutzen Supercomputer

ZF auf der CES Foto: ZF 5 Bilder

Der Technologiekonzern ZF hat seinen mobilen Supercomputer weiterentwickelt. Auf der CES in Las Vegas zeigt das Unternehmen, was mit dem ProAI RoboThink möglich ist.

Anhand eines Demofahrzeugs, eines Robo-Taxis ohne Lenkrad und Pedale zeigt ZF auf der Consumer Electronics Show, wie das Zusammenspiel der Technologien im eigenen Konzernangebot die Mobilität in der Stadt aufs nächste Level bringen kann. Dabei helfen Umfeldsensoren wie Radar, Kameras und Lidar und der neue Computer ZF ProAI RoboThink. Der Kunde kann das Taxi per Handy bestellen und wird dann vollautonom abgeholt. „Der zunehmende Personen- und Gütertransport in Ballungszentren verlangt nach Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung. Mit unserer umfangreichen Systemkompetenz ermöglichen und prägen wir diese ‚Next Generation Mobility‘“, sagt Torsten Gollewski, LeiterVorentwicklung bei ZF und Geschäftsführer der Zukunft VenturesGmbH. Dabei richte sich das Angebot nicht nur an klassische Automobilhersteller, sondern auch an neue Unternehmen, die auf den Mobilitätsmarkt drängen. Der Rechner wertet für den reibungslosen Betrieb des Robo-Taxis die Sensordaten aus und verarbeitet sie gemäß dem ZF-Leitspruch „See. Think. Act.“ – „Sehen. Denken. Handeln.“, leitet also daraus konkret ab, wie sich Fahrwerk, Antrieb, Lenkung, Bremse und Sicherheitssysteme verhalten müssen. Einen Fahrer gibt es nämlich nicht mehr.

„Bei Robo-Taxis und bei autonomen People- oder Cargo Movern werden die Rechenleistungen von Zentralrechnern nochmals deutlich höher liegen als beim automatisiert fahrenden Pkw“, sagt Gollewski. „Die Nachfrage nach noch mehr Rechenleistung durch Ride-HailingAnbieter entsteht deutlich früher als bisher prognostiziert. Der Markt für das autonome Fahren wird durch die neuen Mobilitätsanbieter stärker getrieben, als durch die etablierten Fahrzeughersteller.“Gleichzeitig verändere sich mit der zunehmenden Automatisierung auch die Sitzposition in ebensolchen Robo-Taxis, aber auch in vollautomatisierten Lieferfahrzeugen. Dennoch spendiert ZF dem Versuchsträger eine Art von Cockpit. Der Mensch ist schließlich nur von seinen Pflichten entbunden, aber nicht aus dem Auto verbannt. Auf drei Bildschirmen informiert das sogenannte Trendsetting Cockpit von ZF und Faurecia die Passagiere.

Der neue Supercomputer

Mittlerweile bietet ZF den Computer ProAI in vier Varianten an. Diese sind keine Generationen im eigentlichen Sinne. Sie ersetzen sich also nicht gegenseitig, sondern bilden vielmehr verschiedene Einsatzzwecke ab. RoboThink bietet hierbei die stärkste Rechenleistung. Zudem lässt sich die Softwarearchitektur frei wählen. Dies sei gerade für die beschriebenen Mobility-as-a-Service-Anwendungen wichtig. Die einfacheren Varianten eignen sich entsprechend für weniger anspruchsvolle Aufgaben, wie beispielsweise das autonome Fahren auf Level 2+. Für die nötigen Funktionen für Level 4 muss die künstliche Intelligenz natürlich etwas mehr leisten. Fahrzeuge müssen laut ZF ihr komplettes 360-Grad-Umfeld – und zusätzlich den Innenraum und die Position der Insassen – präzise verstehen, um daraus sichere Fahrmanöver ableiten zu können. Das neueste Modell der ZF ProAI Produktfamilie, RoboThink, besitze daher einen eigenen Grafikprozessor, bietet eine Rechenleistung von mehr als 150 Tera-OPS (entspricht 150 Billionen Rechenschritten pro Sekunde) und ist modular mit bis zu vier Einheiten kombinierbar, was einer Gesamtperformance von 600 Tera-OPS entspricht.

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