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Transportwelt

Branche kämpft mit steigenden Kosten

Foto: Foto: photo 5000/Fotolia.com

Die Stimmung ist trüb. Im zweiten Quartal 2008 ist das Transportlogistikgewerbe geprägt von hohen Kosten und einer für die Jahreszeit schwachen Auftragslage. Das ist das Ergebnis der Konjunkturanalyse des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL). Dabei drehte sich nach Angaben des BGL die Kostenschraube auf einem neuen Rekordniveau. So hatten laut BGL mehr als 93 Prozent aller befragten Unternehmen mit gestiegenen Gesamtkosten zu kämpfen. Vorrangig nannten die Befragten hier gestiegene Treibstoffkosten, erhöhte Fahrzeugkosten und höhere Personalkosten. Jedes vierte Unternehmen musste sich zudem mit einer schlechten Zahlungsmoral seiner Kunden herumschlagen. Ähnlich verhalten sieht es beim Ausbau des Fuhrparks aus. Nur sechs Prozent aller befragten Betriebe erhöhten ihre Fuhrparkkapazität. 13 Prozent zogen die Reißleine und verringerten den Bestand. Damit überwogen laut BGL erstmals die Betriebe, die ihren Fuhrpark verkleinerten. Die Fahrzeugauslastung stieg bei 13 Prozent der Betriebe. Bei 20 Prozent ging sie zurück. Von ihren Fahrern haben sich zehn Prozent aller teilnehmenden Unternehmen getrennt. Bei zwölf Prozent der Befragten kam zusätzliches Personal hinzu. Knapp ein Viertel der befragten Unternehmen konnten ihren Umsatz steigern. Allerdings sanken bei knapp 22 Prozent die Umsätze. Fast die Hälfte aller Unternehmen bewertete ihr Betriebsergebnis als schlecht. Nur vier Prozent waren zufrieden. Auch mit Blick auf die Zukunft äußern sich die Unternehmen verhalten. Drei Viertel aller Betriebe erwarten weiterhin steigende Dieselkosten. Ebenso zurückhaltend ist die Bewertung des Betriebsergebnisses. Fast die Hälfte blickt pessimistisch ins nächste Halbjahr. Auch bei Fahrpersonal und Fuhrparkkapazität scheint es trüber zu werden. Personal abbauen wollen zukünftig 15,5 Prozent nach 9,9 Prozent im Vorquartal. Beim Fuhrpark hat laut BGL der Abbau bereits begonnen. Zukünftig wollen gut 14 Prozent der Betriebe ihren Fuhrpark verkleinern. Nur sieben Prozent planen Fahrzeuge einzukaufen.

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