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Schnellladenetz für Elektrofahrzeuge

Autobauer streben Zusammenarbeit an

Foto: Porsche

BMW, Daimler, Ford sowie der VW-Konzern mit Porsche und Audi planen ein gemeinsames Hochleistungsladenetz für E-Fahrzeuge. 

29.11.2016 Carsten Nallinger

Geplant sind 400 Stationen an den wichtigen europäischen Verkehrsachsen. Mit einer Leistung von bis zu 350 kW je Ladesäule sei eine deutliche Reduzierung der Ladezeit im Vergleich zu herkömmlichen Systemen möglich. Einmal "volltanken" dauert nur etwa 30 Minuten. Zum Vergleich: Die Tesla-Säulen, Supercharger genannt, laden mit 120  kW.

Das neue Ladenetz basiert auf dem sogenannten CCS-Standard (Combined Charging System). Dieses sei "kompatibel mit den meisten Elektrofahrzeugen der heutigen und nächsten Generationen" und ist markenübergreifend nutzbar. "Es ist richtig, dass die Hersteller hier gemeinsam vorangehen und die Investitionen der Bundesregierung in eine öffentliche Ladeinfrastruktur mit eigenen Maßnahmen flankieren", sagt Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) zu diesen Plänen.

Ziel des Joint Ventures ist es, die Elektromobilität langstreckentauglich zu machen. Dies sei ein wichtiger Schritt, um die im Massenmarkt zu etablierten, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Fahrzeughersteller. Der Aufbau der Lade-Infrastruktur soll bereits 2017 beginnen. 2020 sollen die Kunden dann "Zugang zu Tausenden von Hochleistungsladepunkten haben". Aktuell gibt es nach VDA-Angaben rund 6.800 öffentliche Ladepunkte und rund 150 Schnellladestationen. 

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