Scania-Supertruck

Viva Nostalgia

Supertruck Scania Nostalgia Foto: Otto Miedl 10 Bilder

Dieser Scania von Radek Urban ist viel mehr als nur ein geschichtlicher Rückblick in die Transportgeschichte.

Wenn Radek Urban irgendwo auftaucht, macht sich sofort ein positives Lebensgefühl breit. Stets lächelnd und immer gut aufgelegt vermag der Slowake im Handumdrehen alle Umstehenden anzustecken und in seinen Bann zu ziehen.

Gerade er zeigt uns, dass wir bei all den Problemen und Misstönen um Kabotage, Sozialdumping und Ausflaggungen nicht den Fehler machen sollten, alle osteuropäischen Fahrer über einen Kamm zu scheren. Es gibt auch die anderen Kollegen wie Radek. Er setzt sich mit viel Liebe und Herzblut gegen ein schlechtes Image der Fernfahrer zur Wehr. "Ich gebe in meinem Job immer das Beste und versuche stets das Bild des Fernfahrers in ein positives Licht zu rücken. Mein Beruf ist meine Leidenschaft", verrät Radek so frank und frei, wie er für gewöhnlich auch auf alle Menschen zugeht.

Beliebter Fahrer des Nostalgia-Scania

Es verwundert daher nicht, dass Radek in der europäischen Supertruckszene von Süditalien bis nach Finnland viele Gleichgesinnte zu seinen Freunden zählt. Der slowakische Ausnahmefernfahrer wird von allen geliebt und geschätzt.

Unter der Bezeichnung "Nostalgia" gewährt der Scania nicht nur einen Einblick in die Anfänge der Transportgeschichte, er dokumentiert auch sämtliche Vorlieben und Wurzeln von Radek. In gewisser Weise ist die 620 PS starke Sattelzugmaschine ein Spiegelbild seiner selbst.

Geschichte steht im Mittelpunkt

Die Lackierung ist in zwei unterschiedliche Hälften aufgeteilt. Rechts befindet sich der familiäre Teil. Ein altes Holzfuhrwerk erinnert an die Arbeit des Großvaters. An der Seitenverkleidung stehen die Gebirgszüge der Niederen Tatra für die Region, in der Radek seine Jugend verbrachte. Hier lernte er auch seine Frau, die Liebe seines Lebens, der er viel zu verdanken hat, kennen.

Auf der Fahrerseite dreht sich alles um die Geschichte von Scania. Die linke Seite erinnert an den großen Firmenbrand von 1913 in Södertälje. Über das Fahrerhaus rollt einer der ersten Scania-Lkw auf einer knapp 700 Kilometer langen Rekordfahrt von Malmö nach Stockholm. Damals benötigte der rollende Schwedenstahl noch 33 Stunden für diese Strecke, heute sind es gerade mal neun Stunden – mit Pause, versteht sich.

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