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Renault Trucks

Optitrack erhält neue Funktionen

Foto: Renault Trucks

Der Lkw-Hersteller Renault Trucks rüstet sein Zusatzantriebssystem Optitrack auf.

12.04.2018 Markus Bauer

Optitrack sorgt für zusätzliche Traktion auf rutschigem Untergrund. Zwei an der Vorderachse angebrachte Hydraulikmotoren treiben diese vorübergehend zusätzlich an. Der Effekt des Systems ist also ähnlich wie beim Allradantrieb. Allerdings kommen solche hydraulischen Zusatzantriebe weitgehen ohne die Nachteile eines Allrads aus: höherer Verbrauch, Einschränkung bei Ladehöhe und Zuladung sowie höhere Wartungskosten.

Mehr Drehmoment verfügbar

In der neuesten Ausbaustufe hat Renault den Hydraulikdruck des Systems eigenen Angaben zu Folge von 420 auf 450 bar erhöht. Dadurch erstarkt das Drehmoment um sieben Prozent. Die maximale Kraft bringt der Antrieb dann laut Renault mit der sogenannten Boost Funktion an die Räder. Auch den Arbeitsbereich des Systems haben die Franzosen vergrößert. Was grundsätzlich erhalten bleibt, ist die Maximalgeschwindigkeit von 31 km/h, ab der das System den Hauptantrieb nicht mehr unterstützt. Allerdings steigt die Bereitschaftsschwelle von Optitrack von maximal 40 auf 50 km/h. Fällt die Geschwindigkeit wieder auf 20 km/h, schaltet sich der hydraulische Zusatzantrieb automatisch wieder zu. Erst jenseits von 50 km/h ist Optitrack komplett deaktiviert. Fällt die Geschwindigkeit dann wieder in den Arbeitsbereich, muss der Fahrer das System erneut aktivieren. 

Zum regulären Optitrack bietet Renault künftig ein Optitrack+ System an. Dieses arbeitet zwar nur bis 20 km/h, soll aber bis zu 30 Prozent mehr Drehmoment liefern. Zudem könne der Fahrer Optitrack in der neuesten Ausbaustufe auch im zweiten Rückwärtsgang benutzen.  

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