Profi im Profil

35 Jahre mit dem Brummi auf Tour

Profi im Profil, db schenker, frank kirch Foto: Jan Bergrath 13 Bilder

Seit 35 Jahren fährt Frank Kirch für seinen Arbeitgeber in Hannover, der zu seiner Lehrzeit als Berufskraftfahrer Rhenus WTAG hieß und mittlerweile DB Schenker.

Die Paletten mit Zulieferteilen für die Automobilindustrie stehen bereit. Frank Kirch öffnet eben die Seite. Eine Teilpartie muss runter, eine Teilpartie wieder rauf. Der Anhänger ist beladen, ebenfalls Zulieferteile, Einwegpaletten nach Brasilien und China. Etwas mehr Zeit als geplant hat das gekostet, weil Frank kurz zuvor dem etwas unerfahrenen jungen Staplerfahrer trotz seitlicher Beladung mit dem Hubwagen zu Hilfe gekommen ist. Nun ist alles wieder im Lot: "Das läuft hier jetzt gleich ganz anders", freut sich Frank. Es ist der letzte Kunde dieser Tramptour von DB Schenker in Langenhagen über Gevelsberg, Hagen, Waldbröhl nach Lennestadt und wieder zurück.

Fahrer der alten Schule

Dann gibt Vitali Stolear auf seinem Linde-Stapler Gas. 40 Lkw laden er und sein Kollege hier am Tag. "Einer der besten Staplerfahrer, die ich bei meinen vielen Kunden kenne. Vitali war schon mehrmals beim Linde Stapler Cup vorne mit dabei." Man sieht es: die zwölf Paletten Leergut ausladen, die 18 Paletten Vollgut wieder aufnehmen und passend auf die Ladefläche stellen. "Meine beiden Wechselbrücken sind zwar schon etwas älter, aber freiwillig gebe ich sie so schnell nicht mehr ab." Kein Wunder: Sie haben Bordwände, Gardine und Edscha-Schiebeverdeck, jeweils vorn in der Stirnwand, dazu in einer eigenen Kiste die nötigen Sicherungsmittel – das ist der Vorteil. Rund 20 Minuten, und der Motorwagen ist bereits wieder beladen. Bracke hoch, Plane zu. Dann geht es weiter. Frank hat eine gute Philosophie. "Mittag mache ich erst, wenn der letzte Kunde wirklich beladen ist. Denn ich will jede Tour schaffen, so, wie sie geplant ist. Nachher läuft etwas schief, ein Stau oder eine andere Verzögerung, und plötzlich bist du komplett aus der Zeit." Insofern ist Frank tatsächlich noch ein Fahrer der alten Schule. Und auch noch nach 35 Jahren für praktisch denselben Arbeitgeber immer noch hoch motiviert. Er verdient sehr gut. Dafür will er seine Leistung bringen. "Mein Lkw muss natürlich den nötigen Umsatz machen, damit mir mein Arbeitgeber den Lohn bezahlen kann. Diese Einstellung bringen nicht mehr alle Fahrer mit.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
FF 09 2019 Titel
FERNFAHRER 09 / 2019
3. August 2019
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