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Preisabsprachen

Klage gegen Lkw-Hersteller angestrebt

Zwangsversteigerung Foto: M. Baumann - adpic.de

Nachdem im Sommer die EU-Kommission gegen die Lkw-Hersteller Daimler, Volvo, Iveco, DAF wegen Preisabsprachen eine Rekordstrafe von rund drei Milliarden Euro verhängt hat, droht den Fahrzeugbauern nun neues Ungemach. 

14.11.2016 Susanne Spotz

Der Klagefinanzierer Bentham hat angkündigt, eine Schadenersatzklage gegen das Lkw-Hersteller-Kartell anzustreben und zu finanzieren. Die Preisabsprachen der Lkw-Hersteller haben sich nach den Ermittlungen der EU-Kommission über 14 Jahre von 1997 bis 2011 hingezogen. Bestraft wurden Daimler, Volvo, Iveco und DAF. Freigesprochen wurde MAN. Das Verfahren gegen Scania läuft noch.

Nach den Schätzungen von Bentham sind in dieser Zeit 10 Millionen Lkw in der EU verkauft worden. Die Preise für die Fahrzeuge wurden entsprechend der Absprachen um 10.500 Euro höher angesetzt, nimmt der Schadenfinanzierer an. Insgesamt könnte die Preisüberhöhung mehr als schätzungsweise 100 Milliarden Euro betragen. Nun sollen so viele Kunden wie möglich darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie den Preisunterschied zurückerstattet bekommen. Sie sollen die Möglichkeit haben, kollektiv auf Schadenersatz zu klagen.

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