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    Zukunftskongress Nutzfahrzeuge 2017

    Zukunft im Programm

    Foto: MAN

    Mehr als 50 hochkarätige Redner blicken beim Zukunftskongress Nutzfahrzeuge weit über heutige Antriebstechnologien hinaus, diskutieren die Vorzüge der Digitalisierung und Vernetzung sowie die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen. Zur Anmeldung geht´s am Ende des Artikels.

    02.08.2017 Thomas Rosenberger

    Nutzfahrzeuge – effizient undvernetzt, so lautet in diesem Jahr das Motto des Zukunftskongress Nutzfahrzeuge von DEKRA, der am 7. und 8. November in Berlin stattfindet. Die Branche blickt aktuell weit voraus, doch die Schlagzahl im Bereich der Digitalisierung ist hoch. Nicht mehr lange, und digitale Angebote werden maßgeblich über den wirtschaftlichen Erfolg von Transportunternehmen entscheiden. Die Schlagworte "effizient" und "vernetzt" bezeichnen die zentralen Trends im Nutzfahrzeugsegment
    und sind gleichermaßen wichtig für die technische Evolution von Nutzfahrzeugen. Das vollständige Programm der Expertenveranstaltung liegt nun vor. lastauto omnibus stellt die Highlights vor.

    CO2-Emissionen sollen erstmals systematisch erfasst werden

    Erstmals in der Geschichte des Nutzfahrzeugs sollen die CO2-Emissionen, also der Verbrauch, von schweren Vertretern dieser Gattung systematisch erfasst werden. Dazu wird die Europäische Kommission das Simulationstool Vecto verwenden und mithilfe fahrzeugindividueller Eingabewerte den Verbrauch des konkreten Fahrzeugs berechnen. Für eine heiße Diskussion sorgt aktuell, ob eine Ausweisung der Verbräuche genügt oder ob verbindlich vorgeschriebene CO2-Ziele nötig sind, um die Effizienzmaßnahmen der Hersteller weiter zu beflügeln. Den Stand der Umsetzung von Vecto erfahren die Teilnehmer des Zukunftskongress Nutzfahrzeuge aus erster Hand, nämlich von Nikolaus Steininger, Policy Officer in der Generaldirektion Clima innerhalb der EU-Kommission.

    Zudem informieren und diskutieren Experten unterschiedlicher Interessengruppen und Beratungsorganisationen wie Transport & Environment, ICCT (International Council on Clean Transportation) und des Bundesverbands Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) über das Für und Wider von verbindlichen CO2-Obergrenzen. Welchen Weg die Nutzfahrzeugindustrie einschlagen will, präsentiert der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann.

    Digitalisierung leistet signifikanten Beitrag

    Zwar sind die Effizienzmaßnahmen am konventionellen Antrieb noch nicht vollständig ausgeschöpft, es sind ihnen aber physikalische Grenzen gesetzt. Mit Ausschöpfung der physikalischen Möglichkeiten steigen auch die Kosten. Um weiterhin deutliche CO2-Einsparungen und wirtschaftlich sinnvolle Konditionen zu ermöglichen, vor allem in Relation zur Menge der transportierten Ware, lassen sich Logistikprozesse weiter verschlanken und Leerfahrten vermeiden.

    Die Digitalisierung wird hierzu einen signifikanten Beitrag leisten. Im Rahmen der Studie Transportlogistik 4.0 hat das Team des Fraunhofer IIS die Möglichkeiten ermittelt und bewertet. Während Martin Lundholm von Scania und Dr. Daniela Gerd tom Markotten von Daimler Fleetboard präsentieren, inwiefern die Fahrzeugindustrie Digitalisierung schon in die Fahrzeuge eingebracht hat, beschreibt Marcel Frings von der DHL-Deutsche Post-Tochter Saloodo! die Möglichkeiten der Digitalisierung aus Sicht eines Logistikriesen.

    Schon heute gibt es vielfältige Beispiele für digitale Anwendungen, die den Flottenbetreibern wirtschaftlichen Nutzen erschließen. Dazu gehören sogenannte Predictive Services, wozu auch das vorausschauende Wartungsmanagement zählt. Welche weiteren Möglichkeiten für die Branche von Nutzen sein können, diskutiert eine Expertenrunde aus Praktikern mittelständischer Transportunternehmen und von Großflotten mit Vertretern der Zulieferindustrie.

    Große Erwartungen in Kolonnenfahren oder Platooning

    Große Erwartungen hat die Branche auch an die Vernetzung von Nutzfahrzeugen. Hierzu zählt das Kolonnenfahren oder Platooning. Die Partner DB Schenker und MAN schicken sich an, die Möglichkeiten in diesem Feld zu erproben. Die Vorzüge der Digitalisierung können aber auch schon vor dem eigentlichen Einsatz eines Lkw dienlich sein, etwa bei der Fahrzeugbeschaffung. Digitale Charakterisierung eines Anwendungsfalles und weitreichende Datenanalyse ermöglichen eine besonders zielgerichtete Spezifikation des Lkw. Das Start-up Spicetech stellt die entsprechende Anwendung vor.

    Außerdem wird die Vernetzung und die Automatisierung von Fahrfunktionen für einen deutlichen Zuwachs an Sicherheit auf der Straße sorgen – ganz gleich ob auf öffentlichen oder privaten Geländen wie Speditionshöfen. Über Potenziale, laufende Projekte wie das automatisierte Manövrieren auf dem Speditionsgelände und automatisierte Ausweichmanöver berichten Experten von ZF Friedrichshafen, Knorr-Bremse und Daimler.

    Städtischer Lieferverkehr sollte künftig emissionsfrei fahren

    Über kurz oder lang sollten Fahrzeuge aber am besten gar keine CO2-Emissionen oder Luftschadstoffe mehr ausstoßen oder zumindest lokal emissionsfrei fahren. Das gilt insbesondere für den städtischen Lieferverkehr. Gleichzeitig bahnen sich Innovationen an, die emissionsfreie Mobilität auch für schwere Nutzfahrzeuge Wirklichkeit werden lassen. Jüngste Projekte werden nicht nur von den Fahrzeugproduzenten wie MAN selbst vorangetrieben, sondern beschäftigen auch die Hersteller gezogener Einheiten wie Schmitz Cargobull und deren Zulieferer wie BPW. Dass in Zusammenarbeit zwischen einem jungen und innovativen Hersteller und einem Flottenbetreiber ein wirtschaftlich sinnvoll einsetzbarer E-Lkw entstehen kann, davon berichten Matthias Strehl vom Food-Logistiker LM und Flavio Cueni, Business Development Manager von E-Force One.

    Deutsche Telematik Preis wird im Rahmen des Zukunftskongress vergeben 

    Zu den Vorträgen aus dem Bereich Nutzfahrzeug-Technologie sprechen führende Experten über die Innovationen im weiten Feld der Telematik. Hier reicht die Bandbreite von der Vorstellung unterschiedlicher Lösungen der Erstausrüster und von Nachrüstsystemen im Fernverkehr und auf der letzten Meile bis hin zu rechtlichen Fragestellungen rund um das brisante Thema Datenhoheit. Eine verlässliche Hilfestellung beim Kauf ist der Deutsche Telematik Preis, der im Rahmen des Zukunftskongress Nutzfahrzeuge vergeben wird.

    Mithilfe der beiden zeitgleichen Vortragsreihen haben die Teilnehmer die Möglichkeit, sich ein maßgeschneidertes Programm zusammenzustellen. Zudem bietet die Veranstaltung allen Teilnehmern reichlich Gelegenheit für das Netzwerken mit Kollegen und mit den Experten aus den Bereichen Wissenschaft und Forschung, Verbände sowie Industrie. Mithilfe des Zukunftskongress Nutzfahrzeuge verpassen Sie keine Trends, Sie können sich unmittelbar mit den Entscheidern aus der Industrie über die Sinnhaftigkeit von Innovationen austauschen.

    Der Zukunftskongress Nutzfahrzeuge im Überblick

    • Datum: 7. und 8. November 2017
    • Ort: Berlin
    • Preise: 1.290 Euro zzgl. MwSt. (30 Prozent Rabatt für Dekra-Mitglieder sowie Abonnenten von lastauto omnibus), Sonderpreis von 450 Euro zzgl. MwSt. für Studierende und Dozenten
    • Zielgruppe: Ingenieure, Flottenbetreiber, Speditionen, Werkverkehre, kommunale Betriebe, Entscheider in der Nutzfahrzeug- und Zulieferindustrie, Vertreter von Wissenschaft, Forschung und Lehre
    • Anmeldung und Infos: www.zukunftskongress-nutzfahrzeuge.de
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