Mehr Sicherheit an Kreuzungen

Kreuzungsassistenz

Mehr als ein Drittel aller Unfälle mit Personenschaden passieren an Kreuzungen. Darunter auch 18 Prozent aller Crashs mit Todesfolge. Rein statistisch gesehen ein Wunder, das nicht noch mehr passiert: Die Forschungsinitiative AKTIV (Adaptive und kooperative Technologien für den intelligenten Verkehr) hat errechnet, dass in Deutschland etwa 7000 Fahrzeuge pro Sekunde über eine Kreuzung fahren.

Dabei sind die Fahrer einer Flut von Reizen ausgeliefert, die der Mensch nicht immer optimal verarbeiten kann. Dazu erprobt die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderte Forschungsinitiative nun ein System, dass den Fahrer an Verkehrsknotenpunkten unterstützen soll. Der elektronische Kreuzungsassistent überwacht per Radar und Video die Umgebung des Fahrzeugs und soll Vorfahrts- und Rotlichtverstöße erkennen und vermeiden. Aber auch falsch eingeschätzte Geschwindigkeiten entgegenkommender Fahrzeuge beim Linksabbiegen soll die Bordelektronik künftig erkennen können. Ein mehrstufig ausgelegtes Warnsystem, das bishin zum Bremseingriff geht, soll den Fahrer künftig vor Unfällen an Kreuzungen bewahren. Zu den Partnern der Initiative gehören neben MAN Nutzfahrzeuge und der Daimler AG auch Continental, Bosch, TeleAtlas und die PTV AG sowie mehreredeutsche Pkw-Hersteller und Hochschulen. Text: Andreas Techel Datum: 04.06.2010

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Jan Bergrath, Experte für Fahrerthemen Jan Bergrath Journalist
Harry Binhammer, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Harry Binhammer Fachanwalt für Arbeitsrecht
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