MAN, Renault und Volvo

Neue Sondermodelle als Flaggschiffe

Sondermodelle Foto: ETM 6 Bilder

Sondermodelle haben Konjunktur. Neue Flaggschiffe dieser Art bringen MAN, Renault und Volvo.

Etwas aus der Reihe tanzen, aber nicht über die Stränge schlagen: So ungefähr ließe sich die Aufgabe vorkonfigurierter, oft limitierter Sondermodelle beschreiben. Für die Auflage der "Performance Line Edition" nahm zum Beispiel MAN den Umstand zum Anlass, dass der Löwe mit dem stärksten aller D38-Motoren zurück ist im Klub der Boliden mit mehr als 600 Pferdestärken. So geht die Sonderserie also mit 640 PS an den Start, weckt außen per anthrazitfarbenen Spiegelgehäuse und Lametta auf den Grill-Lamellen schon einmal Appetit und zelebriert drinnen die blaue Stunde. Enzianfarben begrüßen dort vom Sicherheitsgurt über Vorhang bis hin zu Kontrastnähten und Teppich spezielle Schmuckelemente den Piloten. Platz nimmt er auf Sitzen, deren Bezüge aus einer Mischung aus Alcantara und Leder ausgeführt sind.

Dem Ohr schmeichelt ein Soundsystem der gehobenen Art. Optional gibt es bei der auf 100 Exemplare limitierten Serie ein Stylingpaket, das zusätzliche Bügel aus Edelstahl und vier Fernfluter fürs Dach beschert.

Eine High- und eine Performance-Edition

"High Edition" nennt Renault das neue Rhombus-Sondermodell aus der Familie T-High mit ebenem Kabinenboden. Das Flaggschiff tritt in tiefem Schwarz samt carbonartiger Gürtellinie an, wovon sich – jeweils rot –die Türgriffe und Zierstreifen auffällig abheben. Drinnen gibt es weiteres Carbon-Dekor, Leder für Lenkrad und Armlehne, dezente Beleuchtung durch Strahler sowie ein rotes Ambiente-Licht, das die Dunkeladaption der Augen bewahren hilft. Treibende Kraft ist eine 520-PS-Maschine im Verbund mit dem Paket Fuel Eco+, zu dem der neue vorausschauende GPS-Tempomat Optivision gehört. Gehobene Ansprüche an die Sicherheit erfüllt das Protect-Paket mit Abstandsregler, Notbremsleuchten und Xenon-Scheinwerfern.

Fast schon im Gleichklang mit MAN greift Volvo bei der "Performance Edition" ebenfalls zur Farbe Blau, freilich mit deutlichem Bezug zur schwedischen Flagge. Spezialitäten wie Doppelkupplungsgetriebe, Dynamic Steering und Einzelradaufhängung sind bei der Technik mit von der Partie, dazu der Common-Rail-D13 mit 540 PS. Drinnen schwelgt die Globetrotter-XL-Kabine ausgiebigst in Leder. Selbst der Armaturenträger ist damit bezogen. Hauptsächlich in vornehmem Grau gehalten, grüßt das Hellblau von draußen aber doch bei Fensterfassung, Ziernaht und Sitzbordüre unübersehbar rein und schafft somit einen grau-blauen Kontrast, den es nicht alle Tage gibt.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
FF 12 2016 Titel
FERNFAHRER 12 / 2016
7. November 2016
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