MAN Nutzfahrzeuge rutscht ins Minus

Während der Gesamtkonzern MAN im Krisenjahr 2009 einen operativen Gewinn von 504 Millionen Euro verbuchen konnte, rutschte der Teilkonzern MAN Nutzfahrzeuge nach Steuern mit 258 Millionen Euro ins Minus.

Operativ konnte ein leichter Gewinn von 51 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Schuld daran war laut MAN vor allem der massive Nachfragerückgang im Transportsektor, der den Umsatz der Nutzfahrzeugsparte um 40 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro sinken ließ. Ohne die brasilianische Tochter MAN Latin America, die 1,4 Milliarden Euro zum Gesamtumsatz der Sparte beisteuert, wäre der Umsatzrückgang noch drastischer ausgefallen. Auf den nach MAN-Angaben stärksten Nachfrageinbruch der Nutzfahrzeugbranche in den letzten 80 Jahren in Europa reagierte der Münchner Konzern mit einem Kostensenkungsprogramm von 700 Millionen Euro. Der Hofbestand konnte deutlich auf unter 6.000 Lkw vermindert werden. In der Nutzfahrzeugproduktion wurde die Kurzarbeit in Deutschland und Österreich zur Fortbildung der Mitarbeiter genutzt. Das Geschäft von MAN Latin America entwickelte sich hingegen nach Angaben aus München besser als erwartet. Die Umsatzrendite lag von April bis Dezember 2009 bei durchschnittlich 10,1 Prozent. Text: Georg Weinand Datum: 15.02.2010

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