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Lkw-Fahrer auf Tour

Persönliche Sachen sind bei Unfall versichert

Handy, Ablage, Lkw-Fahrerhaus Foto: Karl-Heinz Augustin

Werden bei einem Unfall die persönlichen Sachen eines Lkw-Fahrers beschädigt, muss die Haftpflichtversicherung des Halters den Schaden bezahlen.

17.04.2015 Susanne Spotz

Der sonst übliche Haftungsausschluss für Schäden an den transportierten Gegenständen greift hier nicht. Auf dies Urteil des Landgerichts Dessau-Roßlau (AZ: 5 S 201/13) weist der Deutsche Anwaltverein (DAV) hin.

Im vorliegenden Fall hatte der Lkw-Fahrer das Einverständnis seines Arbeitgebers, persönliche Gegenstände wie etwa Lederjacke und DVD-Player auf seinen Touren im Fahrzeug zu lagern.

Die Sachen sind im Lkw verbrannt. Der Lkw-Fahrer ging davon aus, dass die Sachen über Kfz-Haftpflichtversicherung des Halters versichert seien. Die Versicherung wollte wegen eine gesetzlichen Risikoausschlusses aber nicht zahlen.

Risikoausschluss bezieht sich nur auf transportierte Güter

Das Gericht entschied anders. Grund: Der Risikoausschluss beziehe sich tatsächlich nur auf die transportierten Sachen – also Sachen, die der Lkw von A nach B befördert. Persönliche Sachen des Fahrer hingegen, die im Lkw lagerten, seien davon ausgenommen. Hier greift der Risikoausschluss nach Ansicht der Dessau-Roßlauer Richter nicht.
 
 
 

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