Kühlfahrzeuge produzieren Strom

Kiesling verbaut Zusatzgeneratoren

Kiesling Foto: Kiesling 1 Bilder

Der Aufbauhersteller Kiesling hat einen kompakten Kühltransporter mit einem fünften Rad samt Generator ausgerüstet. Auch für größere Modelle gibt es eine Lösung.

Normalerweise werden Kühlaggregate bei Kühlfahrzeugen per Nebenabtrieb mit der nötigen mechanischen Energie versorgt. Bei modernen Fahrzeugen steht dieses System aber vor einigen Herausforderungen. Einerseits ist der Anschluss auf diesem Wege teilweise nicht mehr möglich, andererseits machen Start-Stopp-Systeme der Technik einen Strich durch die Rechnung: steht der Motor, steht auch das Kühlaggregat. Je nach Fahrzeug lässt sich die Start-Stopp-Funktion auch nicht deaktivieren. Entsprechend ist dann die nötige Transporttemperatur nicht mehr gesichert.

Fünftes Rad produziert Strom für Kühlung

Die passende Lösung aus dem Kiesling-Regal für Fahrzeuge auf Transporter Basis ist das fünfte Rad am Wagen (27, D15). Tatsächlich verbaut das Unternehmen zusammen mit dem Partner Addvolt ein zusätzliches kleineres Rad an der Hinterachse. Dieses treibt einen Generator an, der Strom erzeugt und in eine Batterie einspeist. Um den Diesel nicht zu beaufschlagen und so den Spritverbrauch in die Höhe zu treiben rekuperiert dieses Rad laut Kiesling aber nur während das Fahrzeug ausrollt. Beschleunigt der Fahrer, hat es aber dennoch Bodenkontakt. Es ist zwar gefedert, lässt sich aber nicht anheben. Einerseits hätte dieser Mechanismus das Leergewicht in die Höhe getrieben, andererseits könnte das Rad dann nicht sofort kleine Rollphasen ausnutzen. Während das Fahrzeug steht, kann das Powerpack auch über eine Steckdose am Stromnetz geladen werden. Der Strom aus dem Powerpack betreibt wiederum ein leistungsstarkes Kühlaggregat, auch dann, wenn der Verbrennungsmotor ausgeschaltet ist. Das Mehrgewicht der Technik hält sich in Grenzen. Kiesling gibt 170 Kilogramm an. Allerdings ist dies das reine Gewicht für die Systemkomponenten.

Lkw: Riementrieb zwischen Generator und Kardanwelle

Für größere Kühl-Lkw bietet Kiesling mit Addvolt ebenfalls eine entsprechende Lösung an. Auch hier kommt ein Powerpack zum Einsatz, um das Kühlaggregat mit Strom zu versorgen. Statt eines fünften Rades greift Kiesling die mechanische Kraft für den Generator aber an anderer Stelle ab. Ein Keilriemen ist mit der Kardanwelle verbunden. Bremst der Lkw, generiert der Generator aus dieser mechanischen Energie elektrischen Strom.

In beiden Fällen lasse sich das System einfach nachrüsten. Ebenso gemein ist den Lösungen, dass der Generator auch nur diese eine Aufgabe hat. Er kann nicht im Umkehrschluss Strom aus der Batterie ziehen und dem Diesel als Booster unter die Arme greifen.

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