Kfz-Gewerbe für Fristverlängerung

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Das Deutsche Kfz-Gewerbe hat die Bundesregierung aufgefordert, die Frist für die CO2-Zielvorgabe von 175 Gramm pro Kilometer bei leichten Nutzfahrzeugen bis 2017/2018 zu verlängern. Erst wenn eine valide Folgenabschätzung vorliege, könne man sich an niedrigere, langfristige Emissionsziele herantasten. Die EU-Kommission schlägt bisher die schrittweise CO2-Reduktion auf 175 Gramm von 2014 bis 2016 und auf 135 Gramm bis 2020 vor. Nach Ansicht des Kfz-Gewerbes verhindern die CO2-Zielvorgaben, dass sich der Nutzfahrzeugbestand erneuert und begünstigten eine Trend hin zu mehr kleinen Nutzfahrzeugen. Hauptsächlich kritisiert das Gewerbe, dass die Zielvorgaben die größeren leichten Nutzfahrzeuge bis zur absoluten Unverkäuflichkeit verteuere. Die Erfahrungen aus dem Handel zeigten, dass zwar kleine und mittelständische Handwerksunternehmen durchaus als Kunden für umweltfreundliche Fahrzeuge zu gewinnen seien. Dies gelte aber dann nicht mehr, wenn die Fahrzeuge kein vertretbares Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen. Die Folge sei, dass die Unternehmen den Neukauf so lange wie möglich aufschieben oder auf kleinere Fahrzeuge ausweichen mit denen sich die Emissionsziele erreichen ließen. Damit aber sinke laut Gewerbe die durchschnittliche Transportkapazität pro Fahrzeug und die Zahl der Fahrten steige, was wiederum die Straßen verstopfe.

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