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EU-Verkehrsopferstatistik

Nur geringe Verbesserung

Kreuz am Straßenrand Foto: Thomas Kueppers

Die Europäische Kommission hat ihre Statistiken zur Straßenverkehrssicherheit für 2014 veröffentlicht. Die Zahlen für das vergangene Jahr seien enttäuschend.

Im Vergleich zu 2013 nahm die Zahl der Verkehrstoten demnach nur um ein Prozent ab. Ein Jahr zuvor habe man einen achtprozentigen Rückgang verzeichnet. Dies bedeutet laut der Europäischen Kommission, dass 2014 in allen 28 Mitgliedstaaten der EU insgesamt 25.700 Menschen im Straßenverkehr gestorben sind. Dies seien zwar 5.700 weniger als noch 2010. Dennoch sei die angestrebte Verringerung der Zahl der Straßenverkehrstoten nicht erreicht. "Es ist traurig und schwer zu akzeptieren, dass in Europa jeden Tag fast 70 Menschen sterben und viele mehr schwer verletzt werden. Die heute veröffentlichten Zahlen sollten ein Weckruf sein", sagt Violeta Bulc, EU-Kommissarin für Verkehr. "Wir müssen unsere Arbeit in den nächsten Jahren intensivieren, um das EU-Ziel, das heißt die Halbierung der Zahl der Straßenverkehrstoten bis 2020, erreichen zu können."

EU-weit bestehen demnach noch immer große Unterschiede je nach Mitgliedstaat. So weisen mit rund 30 Verkehrstoten pro Million Einwohner Malta, die Niederlande, Schweden und das Vereinigte Königreich die wenigsten Todesopfer auf. Den Gegenpol markieren mit mehr als 90 Todesopfern pro Million Einwohner Bulgarien, Lettland, Litauen und Rumänien. Deutschland liegt mit 45 Verkehrstoten pro Million Einwohner auf Rang fünf. Die Zahl der Verkehrstoten stieg hierzulande laut EU von 2013 bis 2014 um ein Prozent an. Insgesamt ergebe sich seit 2010 aber in Deutschland trotzdem ein Rückgang um acht Prozent. Trauriges Schlusslicht ist Lettland. Dort zeichnet sich auch eine dramatische Entwicklung ab. Von 2013 bis 2014 nahm die Zahl der Verkehrstoten laut EU gar um 18 Prozent zu.

Insgesamt habe die Zahl der Verkehrstoten EU-weit seit 2010 um 18,2 Prozent abgenommen. In einigen europäischen Staaten habe sich in den letzten Jahren die Straßenverkehrssicherheit dennoch überdurchschnittlich verbessert, besonders Griechenland, Portugal und Spanien. Auch Dänemark, Kroatien, Malta, Zypern, Italien, Slowenien, die Tschechische Republik und auch Rumänien konnten demnach im Zeitraum 2010 bis 2014 einen über dem EU-Durchschnitt liegenden Rückgang der Straßenverkehrstoten verzeichnen.

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Harry Binhammer, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Harry Binhammer Fachanwalt für Arbeitsrecht
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