Daimler investiert in E-Bus-Bauer Proterra

Deutsch-amerikanische Partnerschaft

Foto: Daimler AG

Daimler investiert mit Tao Capital Partners, G2VP und weiteren Tech-Kapitalinvestoren zusammen rund 155 Millionen Dollar in Proterra Inc. Das Engagement gab Daimler Trucks & Buses-Chef Martin Daum auf der IAA bekannt, als er Toby Kraus, Vice President Finance & Strategy sowie Dustin Grace, Vice President Engineering von Proterra Inc. in Hannover begrüßte.

Beide Partner haben eine strategische Partnerschaft vereinbart, um auf der Basis der Proterra-Technologie Busse für die seit 1998 zum Daimler-Konzern gehörende US-Marke Thomas Built Buses zu bauen. Erst 2017 stellte Daimler den elektrischen Schulbus Jouley vor.

„Wir haben bereits sehr früh begonnen, elektrische Lkw und Busse zu entwickeln und wollen hierbei in jedem Segment den Maßstab setzen. Aus der Kooperation mit Proterra erwarten wir einen verstärkten Impetus für die weitere Entwicklung für Heavy-Duty Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb," sagte Daum laut der Proterra-Pressemeldung.

„Daimler ist ein globaler Marktführer bei Fahrzeugen, die fast jedem Markt entsprechen. Im vergangenen Jahr haben wir großen Respekt für die technologische Expertise und das Engagement des gesamten Daimler-Teams für den Umweltschutz entwickelt. Wir schätzen ebenso die kontinuierlichen Unterstützung unserer anderen Investoren, die unseren Traum eines sauberen, leisen Nahverkehrs mit uns teilen," erklärte Ryan Popple, Präsident und CEO von Proterra. Neben den laufenden Engagements mit Van Hool und Alexander Dennis hatte Mitte 2017 der BMW Venture Capital-Zweig i Ventures rund 55 Millionen Dollar in das Unternehmen investiert.

Bereits 675 Busse in 90 Städten der USA

Das im Jahr 2004 gegründete kalifornische Unternehmen Proterra ist führend in der Entwicklung und Herstellung von emissionsfreien Nahverkehrsbussen und ermöglicht es Busflottenbetreibern, die Betriebskosten deutlich zu senken und gleichzeitig saubere, leise Transportmöglichkeiten für Kommunen in ganz Nordamerika anzubieten.

Mit mehr als 675 Fahrzeugen, die an 90 verschiedene städtische, universitäre, Flughafen-, Bundes- und gewerbliche Verkehrsbetriebe in 40 US-Bundesstaaten und kanadische Provinzen verkauft wurden, ist Proterra laut eigener Aussage immer bestrebt, leistungsstarke Fahrzeuge anzubieten, um der wachsenden Marktnachfrage gerecht zu werden.

Batteriegrößen bis zu 660 kWh

Die konfigurierbare Catalyst-Plattform des Unternehmens ist in der Lage, die täglichen Laufleistungsanforderung für nahezu jede Transitstrecke bis zu 426 Meilen/680 Kilometer mit einer einzigen Batterieladung zu decken. Die Catalyst E2-Baureihe bietet Batterieleistungen von 440 bis 660 kWh bei einer Ladedauer von rund 4,5 Stunden; vor genau einem Jahr wurde mit einer solchen 660 kWh-Batterie ein Reichweitenrekord von über 1.000 Meilen aufgestellt. Die stabilen, in den USA gefertigten wassergekühlten Akkus sind im Gegensatz zu anderen Bussen unter dem Boden untergebracht, das Gerippe kann daher nicht aus Stahl, sondern aus Komposit-Material aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt werden. Der Antrieb selbst erfolgt über einen oder zwei permanent erregte Synchronmotoren mit jeweils 220 kW Spitzenleistung und einer Zweigang-Automatik – so kann der Bus in 4,5 Sekunden von Null auf 30 km/h beschleunigt werden. Die Steigfähigkeit gibt der Hersteller gleichzeitig mit 26 Prozent an. Zur gesteigerten Sicherheit bauen die Kalifornier Assistenzsysteme wie eine Kollisionswarnung von Mobileye ein.

Proterra-Produkte werden in Amerika entwickelt, konstruiert und hergestellt, mit Niederlassungen im Silicon Valley, in South Carolina und Los Angeles und erfüllen so die Vorgaben des „Buy America Act" aus dem Jahr 1983, das unter Präsident Ronald Reagan verabschiedet wurde und Unternehmen wie Van Hool dazu veranlasst, in den USA Stadtbusse zu produzieren.

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