Continental entwickelt RightViu

Abbiegeassistent zur Nachrüstung

Foto: Continental

Der Technologiekonzern Continental bringt einen weiteren Abbiegeassistenten zur Nachrüstung von Lkw auf den Markt. Das RightViu-System arbeitet radarbasiert und soll Radfahrer und Fußgänger zuverlässig erkennen.

Mit RightViu hat Continental einen Abbiegeassistenten für Lkw entwickelt, der dank einer Allgemeinen Betriebserlaubnis BMVI-förderfähig sein soll und damit gut ist für einen Zuschuss vom Staat. Das System ist ab dem Sommer dieses Jahres im Fachhandel erhältlich. Die ausschließlich radarbasierte Lösung erkennt und klassifiziert Radfahrer und Fußgänger, so der Hersteller.

Der nachrüstbare Assistent soll mit nur wenigen Eingriffen am Lkw angebracht werden können. Das Radarsystem wird laut Continental ohne Bohrungen in die Karosserie unterhalb der Rückspiegel auf einer Höhe von mindestens zwei Metern montiert. Der überwachte Bereich seitlich vom Lkw beträgt damit vier Meter und endet erst 14 Meter hinter der Fahrzeugfront. Das System nutzt dazu den vorhandenen CAN-Bus, wodurch keine zusätzlichen Kabel verlegt werden müssen.

Die Informationen, die der Radarsensor liefert, wertet RightViu laut Continental über eine sogenannte VRU-Software aus. Fährt ein Radfahrer in den überwachten Bereich, löst das System eine akustische und optische Warnung aus. Weil der Abbiegeassistent auf der Radar-Technologie basiert und eben nicht auf Kameras, verzichtet der Hersteller allerdings auf einen separaten Bildschirm im Cockpit.

Bewusste Reduktion auf das Wesentliche

"Wir haben uns bewusst gegen den zusätzlichen Einsatz von Displays entschieden. Der Fahrer erhält ein klares Warnsignal, das seine Aufmerksamkeit auf die Gefahrensituation lenkt, so dass Kollisionsgefahren frühzeitig erkannt werden können", erklärt Georg Kliewer, Leiter des Bereichs Spezialfahrzeuge Aftermarket bei Continental. "Die zusätzliche Information per Displaybild, wo sich die Person befindet, ist in diesem Moment ganz häufig gar nicht relevant." Optional bietet Continentall dennoch zusätzlich auch eine Kamera mit einem Bildschirm in der Kabine an.

Kliewer zeigt sich überzeugt davon, dass der RightViu-Abbiegeassistent "am besten geeignet ist, um Radfahrer im toten Winkel sicher zu erkennen, sie von anderen Objekten zu unterscheiden und so folgenschwere Unfälle zu vermeiden." Denn anders als bei kamera- oder ultraschallbasierten Systemen erkenne die Sensorik, ob es sich tatsächlich um einen Radfahrer oder Fußgänger handelt. "Das Paket zeichnet sich darüber hinaus dadurch aus, dass es leicht zu verbauen ist", so Kliewer.

Weitere Systeme in der Entwicklung

Laut eigener Angaben arbeitet Continental schon heute auch an einem radarbasierten Abbiegeassistenten für leichte Nutzfahrzeuge. Außerdem entwickelt der Technologiekonzern eine technisch komplexere Erstausrüstungs-Lösung mit künstlicher Intelligenz.

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