Autonome Lkw im Terminal

MAN und DB starten neues Projekt

Foto: Deniz Calagan

MAN, Deutsche Bahn, Hochschule Fresenius und die Götting KG starten ein gemeinsames Forschungsprojekt: Die Partner wollen einen automatisierten Lkw für den Containerumschlag in einem Terminal entwickeln und erproben.

Der Lkw-Bauer MAN will in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn, der Hochschule Fresenius und der Götting KG den Umschlag zwischen den Verkehrsträgern automatisieren. Seit dem 1. Juli gehen die Partner zu diesem Zwecke das Projekt "Autonome Innovation im Terminalablauf" (ANITA) an.

MAN wird zunächst einen vollautomatisierten Lkw entwickeln, der später dann im realen Betrieb im Container-Depot von DB Intermodal Services und dem DUSS-Terminal in Ulm eingesetzt werden soll. Vor dem eigentlichen Testlauf muss dort allerdings noch die digitale Infrastruktur mit den nötigen Schnittstellen aufgebaut werden. Die Götting KG übernimmt dabei die Entwicklung der Algorithmen zur Ortung und Hinderniserkennung für den Lkw. Die Analyse der aktuellen Verhaltensweisen von Mensch und Maschinen auf dem Terminalgelände und deren Überführung in die digitalen Prozesse wiederum übernimmt die Hochschule Fresenius. Dies ist auch nötig, um die Kommunikation zwischen Lkw und Terminal beziehungsweise Containerdepot zu regeln.

Während der Testfahrten soll allerdings trotz der tiefen Vorbereitungsphase laut der Projektpartner immer ein Sicherheitsfahrer über den MAN wachen. Dazu schlagen nur erfahrene Kranführer die Container um.

KV als Schlüssel für die Verkehrswende

Dr. Sigrid Nikutta, DB-Vorstand Güterverkehr, bezeichnet den Kombinierten Verkehr als einen Schlüssel für die erfolgreiche Verkehrswende. Es sei wichtig, dem Kunden effiziente und innovative Abläufe in Umschlagterminals anzubieten. "Container müssen schneller und flexibler umgeschlagen werden. Dafür nutzen wir die Digitalisierung wie im Projekt ANITA: Autonom fahrende Lkw im Terminal sind erste, aber wichtige Schritte in Richtung Terminal 4.0", so Nikutta.

Dr. Frederik Zohm, Vorstand für Forschung und Entwicklung bei MAN Truck & Bus, sieht in dem Projekt die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen mit autonomen Fahrzeugen im Containerumschlag auf einem Terminalgelände zu sammeln. "Nach unserem bereits sehr erfolgreichen Platooning-Projekt mit der DB Schenker AG und der Hochschule Fresenius stellt ANITA den nächsten wichtigen Schritt auf Weg zum automatisierten Fahren in der Hub-to Hub-Anwendung dar – ein weiterer Meilenstein in unserer MANAutomation-Roadmap", ergänzt Zohm.

Unterstützung aus dem Wirtschaftsministerium

Laut der Angaben der involvierten Unternehmen wird das Forschungsprojekt mit 5,5 Millionen Euro aus dem Programm "Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert. Die Laufzeit beträgt 39 Monate.

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