Bushersteller mit Rekordumsätzen

Gute Bilanz für Solaris

Foto: Solaris

2018 fuhr Solaris Rekordumsätze ein und behauptete die gute Position auf dem europäischen Markt für Elektrobusse. Auf dem heimischen Stadtbusmarkt rangierte Solaris auf dem ersten Platz.

Insgesamt lieferte Solaris 2018 an seine Kunden in Polen und im Ausland insgesamt 1.226 Busse und O-Busse. Davon gingen 402 Einheiten an polnische Abnehmer. So konnte das Unternehmen mit einem Anteil von 33 Prozent (2017: 51 Prozent) mit großem Abstand vor MAN und Mercedes (jeweils 17 Prozent) den ersten Platz auf dem polnischen Markt für Stadtbusse das 16. Jahr in Folge belegen. 2018 war insgesamt ein Rekordjahr für die Busbranche in Polen. An polnische Nahverkehrsunternehmen wurden insgesamt 1.195 Busse ausgeliefert, was im Vergleich zu 2017 ein Marktwachstum von 50 Prozent oder 795 Einheiten bedeutet.

An ausländische Kunden lieferte Solaris 2018 insgesamt 824 Fahrzeuge, wovon die meisten nach Litauen (162 Einheiten), Deutschland (153 Einheiten), Tschechien (141 Einheiten) und Italien (113 Einheiten) fuhren. Die größten Aufträge, deren Abwicklung im letzten Jahr abgeschlossen wurde, kamen aus Vilnius (149 Urbino 12 und Urbino 18), Rom (90 InterUrbino 12), Brüssel (63 Urbino 12 Hybrid) und Düsseldorf (54 Urbino 18).

Über ein Drittel der Busse mit alternativen Antrieben

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Solaris gehört nach eigenen Angaben mit einem Anteil von 17 Prozent zur Spitzengruppe europäischer Unternehmen, die auf dem Gebiet der Elektromobilität tätig sind.

Busse mit alternativen, insbesondere Hybrid- und vollelektrische Antriebe spielen nach Herstelleraussage eine immer größere Rolle in der Vertriebs- und Produktstruktur von Solaris. 2018 machten Lieferungen emissionsarmer oder -freier Fahrzeuge rund 36 Prozent aller abgewickelten Aufträge aus, wobei Solaris hierunter traditionell auch O-Busse zählt. Im gegenständlichen Zeitraum wurden 107 Batteriebusse an Kunden in Belgien, Tschechien, Spanien, Deutschland, Norwegen, Polen, Rumänien, die Slowakei, Schweden und Italien ausgeliefert. Solaris gehört nach eigenen Aussagen mit einem Anteil von 17 Prozent zur Spitzengruppe europäischer Unternehmen, die auf dem Gebiet der Elektromobilität tätig sind (andere Zählungen von den Vertriebs-Experten von CME kommen dagegen nur auf 77 Zulassungen und somit 13,7 Prozent, nach 15,1 Prozent für 2017). Alleine auf dem Heimatmarkt konnte Solaris seinen Anteil an den gelieferten Elektrobussen für Polen auf 29 von 46 Einheiten ausbauen. Auch die 129 ausgelieferten seriellen Hybride mit BAE-Technologie können sich sehen lassen, während viele andere Unternehmen diese aufwändige Technik beendet haben oder es gerade tun, wie zum Beispiel MAN.

Beteiligung des polnischen Staatsfonds aufgeschoben

Eine immer höhere Bedeutung von elektrisch betriebenen Bussen in der Vertriebsstruktur von Solaris steht laut des polnischen Busherstellers zudem in Einklang mit der langfristigen Entwicklungsstrategie des Unternehmens und der ganzen CAF-Gruppe, die seit September 2018 100 Prozent der Solaris-Anteile besitzt – eine geplante Weitergabe von 35 Prozent an den polnischen Staatsfonds ist weiterhin im Gespräch, scheint sich aber wegen der Ende 2018 aufgekommenen Korruptionsvorwürfe gegen den Solaris-Vorstand Zbigniew Palenica sowie einen Vertriebsmitarbeiter im Baltikum zu verzögern. Das Unternehmen CAF (Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles) ist eine an der spanischen Börse notierte Unternehmensgruppe mit einer über 100-jährigen Geschichte. Schwerpunkt ihrer Geschäftstätigkeit ist die Planung, Produktion, Wartung und Lieferung von Transportlösungen, insbesondere im Schienenverkehrssektor. Darüber hinaus befasst sich das Unternehmen mit den neuesten Lösungen für den städtischen Busverkehr, einschließlich der Elektromobilität. In den kommenden Jahren wird mindestens die Hälfte der Produktionskapazitäten von Solaris auf die Fertigung alternativ betriebener Busse ausgerichtet. Derzeit hat ein Solaris-Elektrobus eine Lieferzeit von 9 bis 12 Monaten, was deutlich länger als üblich ist. Seit Januar dieses Jahres werden alle neuen Urbinos serienmäßig im neuen Design gefertigt, das sich durch neue Scheinwerfer, A-Säulen und Dachrandverkleidungen auszeichnet.

Der Gesamtumsatz im letzten Jahr belief sich auf knapp 1,9 Milliarden polnische Sloty / 430 Millionen Euro, unwesentlich mehr als 2017 (1,85 Mrd. PLN/425 Mio. Euro). 2018 brachte Solaris ebenso einige neue Produkte auf den Markt. Auf der Messe Transexpo in Kielce im Herbst letzten Jahres hatte der Solaris Urbino 12 LE lite hybrid, ein neues Modell in der Produktpalette, sein Debüt. Der "kalorienarme" Name des Fahrzeugs knüpft an seinen größten Vorteil an, den niedrigen Kraftstoffverbrauch, und somit auch die niedrigeren Betriebskosten im Vergleich zu analogen Konstruktionen auf dem Markt, so zum Beispiel der VDL LLE. Das Hauptziel, das den Ingenieuren aus dem Solaris-Entwicklungsbüro, die an der Entwicklung des Urbino LE lite hybrid arbeiteten, vorschwebte, ist laut Unternehmensangaben gewesen, einen Bus zu bauen, der im SORT 2-Test (Standardised On-Road Test) auf einen Kraftstoffverbrauch von weniger als 30 Liter pro 100 Kilometer kommt.

Neue Produkte für 2019 avisiert

Für 2019 plant Solaris zwei weitere Produktpremieren. Die erste betrifft den Solaris Urbino 12 hydrogen. Die Premiere des 12 Meter langen Elektrobusses mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle als Range Extender wurde für Juni 2019 avisiert. Das Fahrzeug wird auf dem UITP-Weltkongress in Stockholm präsentiert. Es wird der erste 12 Meter lange wasserstoffbetriebene Bus der Marke Solaris sein. Der Hersteller setzte dabei die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Wasserstoffspeicherung und Energieerzeugung ein, unter anderem Tanks aus Verbundstoff für die Speicherung von Wasserstoff Typ 4 und Brennstoffzellen der neuesten Generation.

Während der Busworld in Brüssel im Oktober wird hingegen ein anderes Fahrzeug sein Debüt feiern, nämlich der Trollino 24. Der Prototyp des O-Busses ist das erste doppelgelenkige Fahrzeug mit zwei Antriebsachsen und einer Länge von 24 Meter, erstmalig in der Solaris-Geschichte. Langfristig soll auf seiner Basis eine Plattform für O-Busse, Batterie- und Hybridbusse entwickelt werden, wie sie zum Beispiel Van Hool seit einigen Jahren mit dem ExquiCity anbietet.

Ins Jahr 2019 starten die Polen mit ehrgeizigen Zielen wie auch vielen bereits bestätigten Aufträgen, die das Absatzziel von 1.600 Bussen in greifbare Nähe rücken lassen. "Wir legen besonderen Wert auch auf den After-Sales-Service und konzentrieren uns auf die weitere Entwicklung dieses Bereichs. Markterwartungen in Hinblick auf innovative Lösungen bringen uns jedes Jahr neue Herausforderungen. Solaris ist jedoch ein Unternehmen, das darauf perfekt vorbereitet ist. Es kann sowohl auf Bedürfnisse seiner Kunden reagieren als auch neue Markttrends, insbesondere im Bereich der Elektromobilität, kreieren", fasst Javier Calleja, der neue Vorstandsvorsitzende von Solaris, die Pläne für das Jahr 2019 zusammen.

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