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BGL-Konjunkturanalyse

Transportwirtschaft liefert schlechte Zahlen

Pfeil, Schild, Konjunktur Foto: Mark Fischer

Das wirtschaftliche Klima im deutschen Transportlogistikgewerbe setzt seinen Abwärtstrend trotz anhaltend niedriger Dieselpreise fort. Dies ergab die Konjunkturanalyse des BGL über das vierte Quartal 2015.

Die Konjunkturanalyse des Bundesverbands Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) basiert auf den Antworten von 389 Unternehmen. Gegenüber dem Vorquartal reduzierten im vierten Quartal des vergangenen Jahres laut BGL 5,5 Prozent  der befragten Betriebe ihre Fuhrparkkapazität. Sechs Prozent der Betriebe erhöhten sie. 27 Prozent der Unternehmen mussten im betreffenden Zeitraum Umsatzrückgänge hinnehmen, bei 14 Prozent der Betriebe stiegen die Umsätze, so die Konjunkturanalyse.

Sinkende Fahrzeugauslastung

Während 20 Prozent der Transportunternehmen laut BGL ihr Betriebsergebnis als schlecht bewerteten, berichteten 15 Prozent von einem guten Ergebnis. Die Fahrzeugauslastung sei bei 22,5 Prozent der Betriebe gesunken, bei neun Prozent habe sie zugenommen. 7,5 Prozent der Unternehmen verringerten nach der BGL-Erhebung ihren Bestand an Fahrpersonal, bei 8,5 Prozent habe es Neueinstellungen gegeben.

Steigende Kosten

Laut der BGL-Befragung kämpften 15 Prozent der Betriebe im vierten Quartal 2015 mit gestiegenen Gesamtkosten und nur 1,5 Prozent mit höheren Diesel-Rechnungen. 12,5 Prozent der Betriebe waren, so die Konjunkturanalyse, mit gestiegenen Fahrzeugkosten konfrontiert und immerhin 36,5 Prozent mit höheren Personalkosten. 10,5 Prozent klagten laut BGL über eine gesunkene Zahlungsmoral ihrer Kunden.

Keine Einsparungen durch niedrigen Dieselpreis

Von den anhaltend niedrigen Dieselpreisen profitieren die Unternehmen laut der aktuellen Konjunkturanalyse kaum. Die häufig geltenden, sogenannten Dieselpreisgleitklauseln sorgten dafür, dass die Einsparungen an der Zapfsäule zu "nicht unerheblichen Teilen" an die Auftraggeber weiter gereicht werden müssten. Der Geschäftslage-Saldo, der sich aus dem Durchschnitt aus Umsatz- und Betriebsergebnis-Saldo zusammensetzt, sei gegenüber dem Vorquartal von  minus 3,5 auf minus 9 Prozentpunkte gesunken. Die Prognosen für das erste Halbjahr 2016, so das Resümee der jüngsten BGL-Konjunkturanalyse, seien uneinheitlich. 

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